Backdoors direkt in PHP platziert - Katastrophe wurde knapp verhindert
In letzter Minute konnte verhindert werden, dass über die Programmiersprache PHP eine Backdoor auf zahlreiche Webserver und Entwickler-PCs geschleust wird. Angreifern war es gelungen, Schadcode bis in die offiziellen Sourcen einzuschleusen.
Eine entsprechende Warnung durch das PHP-Team wurde am Wochenende veröffentlicht. Demnach haben die Angreifer wohl eine Schwachstelle im Git-System des PHP-Projektes genutzt, um eigenen Quellcode hinzuzufügen. Damit dies den anderen Entwicklern nicht direkt auffällt, fälschten sie den Absender ihrer Beiträge. So wirkten diese auf den ersten Blick wie Commits des PHP-Erfinders Rasmus Lerdorf oder dem ebenfalls zum Kernteam gehörenden Nikita Popov, mit denen lediglich kleinere Rechtschreibfehler korrigiert werden sollen.
Die Angreifer setzten darauf, dass andere beteiligte Programmierer nicht genau hinsehen, was dort berichtigt werden sollte. Diese Hoffnung erfüllte sich aber glücklicherweise nicht. Und so entdeckte dann doch jemand, dass da gerade zwei Backdoors in den Quellcode von PHP eingebaut werden, die Folgen für Millionen von Nutzern haben können.
Eine der Code-Einreichungen
Die Attacke auf die PHP-Sourcen ist wohl auf eine Schwachstelle in der Git-Installation selbst und nicht auf übernommene Nutzer-Accounts zurückzuführen. Als Konsequenz aus der Sache hat sich das PHP-Team entschlossen, den Betrieb eines eigenen Systems zur Code-verwaltung aufzugeben und das gesamte Projekt zukünftig direkt auf GitHub zu hosten. Die eingeschleusten Backdoors sind bereits wieder vollständig entfernt worden. Darüber hinaus arbeiten sich die Unterstützer derzeit durch die zurückliegenden Code-Einreichungen, um sicherzustellen, dass keine weiteren Schwachstellen in PHP eingebaut wurden.
Die Angreifer setzten darauf, dass andere beteiligte Programmierer nicht genau hinsehen, was dort berichtigt werden sollte. Diese Hoffnung erfüllte sich aber glücklicherweise nicht. Und so entdeckte dann doch jemand, dass da gerade zwei Backdoors in den Quellcode von PHP eingebaut werden, die Folgen für Millionen von Nutzern haben können.
Eine der Code-Einreichungen
Umzug auf GitHub
Denn solche Supply-Chain-Angriffe sind für die Täter sehr interessant. Im vorliegenden Fall hätte es genügt, den Schadcode in PHP unterzubringen, um nach und nach eine extrem große Zahl von Webservern zu kompromittieren. Denn mit dem Einspielen von Updates wäre der Schadcode mitinstalliert worden. Anschließend wäre es den Angreifern möglich gewesen, weiteren Code auf die betroffenen Server zu schleusen und zur Ausführung zu bringen.Die Attacke auf die PHP-Sourcen ist wohl auf eine Schwachstelle in der Git-Installation selbst und nicht auf übernommene Nutzer-Accounts zurückzuführen. Als Konsequenz aus der Sache hat sich das PHP-Team entschlossen, den Betrieb eines eigenen Systems zur Code-verwaltung aufzugeben und das gesamte Projekt zukünftig direkt auf GitHub zu hosten. Die eingeschleusten Backdoors sind bereits wieder vollständig entfernt worden. Darüber hinaus arbeiten sich die Unterstützer derzeit durch die zurückliegenden Code-Einreichungen, um sicherzustellen, dass keine weiteren Schwachstellen in PHP eingebaut wurden.
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