US-Embargo als Absatzmotor:
Xiaomi gewinnt, wo Huawei verliert

Der chinesische Hersteller Xiaomi hat mit seiner Strategie, sich überall dort noch stärker zu etablieren, wo Huawei in westlichen Ländern auf­grund der US-Sanktionen ins Hintertreffen geraten ist, offenbar großen Erfolg. Die Stückzahlen explodierten zuletzt.
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Xiaomi / Luke Michael
Xiaomi hat jüngst verlauten lassen, dass die Verkaufszahlen seiner Smartphones in Westeuropa und China gleichermaßen starke Zuwächse verzeichnen konnten. In beiden Regionen war zuvor stets der Konkurrent Huawei dominant, muss nun aber unter dem massiven Druck des US-Embargos kräftig Marktanteile abgeben.

Stückzahlen stiegen in Europa und China um über 50 Prozent

Xiaomi habe seine Verkaufszahlen in Westeuropa im Jahresvergleich um 57 Prozent steigern können, während man in China ganze 52 Prozent mehr Geräte absetzen konnte. Der Umsatz des Unternehmens legte unterdessen um mehr als 20 Prozent zu, so Xiaomi in einer Presseaussendung. In Deutschland stiegen die Stückzahlen im vierten Quartal gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres sogar um fast 140 Prozent.

Weltweit hat das massive Wachstum der Absatzzahlen bei Xiaomi mittlerweile dafür gesorgt, dass man Huawei den dritten Platz in der Top 5 der wichtigsten Smartphone-Hersteller abnehmen konnte. Mittlerweile liegen somit nur noch Samsung und Apple in der Verkaufsstatistik vor Xiaomi.

Anders als Huawei setzt Xiaomi schon lange und auf breiter Front darauf, die Fertigung und sogar die Entwicklung vieler seiner Produkte an externe Partner auszulagern. Dadurch kann das Unternehmen seine Kosten drücken und dennoch attraktive Produkte bieten. Ein weiterer wichtiger Faktor für den Erfolg ist sicherlich auch die agressive Marketing-Taktik und die hohe Schlagzahl, mit der Xiaomi neue Produkte auf den Markt wirft.

Während Xiaomi sich langsam aber stetig an die Stelle von Huawei gearbeitet hat, versucht der chinesische Telekommunikationskonzern seine Probleme anderweitig in den Griff zu bekommen. Einerseits setzt man immer stärker auf andere Einnahmequellen, andererseits ist die Tochtermarke Honor mittlerweile weitestgehend eigenständig. Sie soll künftig Marktanteile erobern und wieder zu einem führenden Smartphone-Anbieter werden.
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