Apple gegen Epic: Valve will nicht in Rechtsstreit hineingezogen werden

Seit vergangenem Sommer herrscht zwischen Apple und Epic Games dicke Luft - und das ist eine noch freundliche Umschreibung. Der kali­fornische Konzern wollte für seinen Rechtsstreit mit Epic auch den Kon­kurrenten Valve "gewinnen". Doch dort hat man kein Interesse daran.
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Die ganze Angelegenheit hat im vergangenen August begonnen, damals provozierte Epic den Rauswurf aus Apples Store, und zwar nachdem man eine eigene Bezahlmöglichkeit namens Epic Direct Payment eingeführt hat. Damit sollte de facto die "Apple-Steuer" umgangen werden und mittlerweile ist die Sache auch vor Gericht(en) gelandet.

Im Zuge des Rechtsstreits hat Apple auch die Konkurrenz von Epic ins Visier genommen und hier sticht natürlich vor allem Valve hervor. Doch der Entwickler und Betreiber der derzeit größten PC-Distributionsplattform Steam hat keine Lust, in die Sache hineingezogen werden, auch wenn es hier gegen den Rivalen Epic geht.

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Denn Apple hat von Valve per und für das Gericht Dokumente verlangt, die Verkaufszahlen auf dem PC-Spiele-Markt verraten. Doch Valve hat sich geweigert und die Vorladung zurückgewiesen. Der Steam-Betreiber hat die geforderte Herausgabe der Daten als "belastend" bezeichnet und will die Zahlen nicht verraten.

Apple erhofft sich auf Basis der Daten einen genauen Einblick in den Gaming-Markt und will auf diese Weise Argumente gegen Epic sammeln. Wie Apple Insider berichtet, verweist Valve indes darauf, dass man keine Smartphones, Tablets oder mobilen Games verkaufe. Apple hingegen beruft sich auf 436 Spiele, die auf Steam und im Epic Games Store verfügbar sind.

Theoretisch möglich

Die Steam-Betreiber geben zwar zu, dass die Erstellung dieser Daten zwar theoretisch bzw. technisch möglich sei, der Aufwand aber enorm wäre. In seiner Gegenargumentation beschreibt Valve, wie mühsam die Erstellung der von Apple geforderten Daten wäre - selbst wenn man das bei einem der 436 Titel machte.

Valve argumentiert rechtlich mit diversen Argumenten, dass das viel Arbeit wäre, aber keinen Nutzen für das Unternehmen hätte. Unter dem Strich ist aber klar, was gemeint ist, nämlich dass sich Valve nicht einmischen will.
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