GMK NucBox: Preiswerter Mini-PC mit 4K-Unterstützung im Test
Zwei USB-Anschlüsse reichen in vielen Fällen nicht aus
Neben dem MicroSD-Slot ist ein Ausgang für analoge Kopfhörer zu finden. Der Power-Button zum Ein- und Ausschalten des Geräts wurde auf der Vorderseite platziert. Die meisten Anschlüsse wurden logischerweise auf der Hinterseite untergebracht. Hier sind ein USB-C-Eingang für die Stromversorgung, ein HDMI-Port sowie zwei USB 3.0-Buchsen verbaut. Da die Maus und die Tastatur schon jeweils einen Anschluss belegen, wird ein externer USB-Hub benötigt, wenn man weitere Geräte wie zum Beispiel USB-Sticks oder ein Mikrofon mit der GMK NucBox verbinden möchte. Einen USB-C-Port zum Verbinden von Geräten gibt es nicht.
Die beiden USB-Anschlüsse...
...reichen nur für wenige Geräte
Performance reicht für Office-Aufgaben
Schon anhand der Spezifikationen kann man sehen, dass sich die NucBox nicht für die anspruchsvollsten Aufgaben eignet. Office-Anwendungen wie Word, Excel und PowerPoint konnten aber ohne Probleme installiert und verwendet werden. Auch das Surfen im Internet und das Bedienen von simplen Programmen hat funktioniert, ohne dass es zu größeren Verzögerungen kam. Der Mini-PC startet Windows 10 innerhalb von wenigen Sekunden und kann nochmal deutlich schneller aus dem Ruhezustand geweckt werden, sollte die NucBox nicht komplett heruntergefahren worden und noch mit dem Stromnetz verbunden sein.QHD-Videos laufen perfekt, kleine Ruckler bei 4K-Inhalten
Wir haben die Chromium-Version des Edge-Browsers auf dem Kleinstrechner installiert, um zu testen, ob 4K-Videos ohne Probleme wiedergegeben werden können. Dabei haben wir einen QHD-Monitor verwendet. Während das Abspielen von Full-HD-Inhalten und QHD-Clips für keine verworfenen Bilder sorgte, gab es bei einigen 4K-Videos mit 60 FPS trotz stabiler Internetverbindung kleinere Probleme. Bei einer 8K-Auflösung sorgte die Verarbeitung für erhebliche Ruckler. Dabei ist allerdings anzumerken, dass der Hersteller keinen 8K-Suppport bewirbt und dass das Gerät ohnehin nur an 4K-Displays angeschlossen werden kann.Im Benchmark-Test konnte die NucBox, wie anhand der Spezifikationen erwartet, nicht gerade begeistern. Im PassMark-Rating wurde ein geringer Score von 1036 erreicht. Mit GFXBench wurden in den anspruchsvollen Tests Bildwiederholungsraten im einstelligen Bereich und in den normalen Tests Werte um die 30 FPS erreicht. Ein Speedtest ergab Werte von 31,47 Megabit pro Sekunde im Download und 4,82 Megabit pro Sekunde im Upload. Dabei wurde eine Internetleitung mit 50 Mbps Download und 10 Mbps Upload verwendet.
Integrierte GPU eignet sich für einfache 3D-Anwendungen
Zum Testen der praktischen GPU-Leistung haben wir den Sandbox-Klassiker Minecraft auf der GMK NucBox installiert. Mit niedrigsten Einstellungen konnten auf unserem QHD-Monitor Bildwiederholungsraten zwischen 20 und 50 FPS erreicht werden. Wurde die Auflösung auf Full-HD heruntergeschraubt, konnten mehr als 70 FPS berechnet werden. Damit sind einfache Titel mit wenigen grafischen Details durchaus flüssig auf dem Mini-PC spielbar.Die Kerntemperatur schwankte stets zwischen 50 und 80 Grad. Trotz des Lüfters wurde das Gehäuse nach einiger Zeit recht warm, was aber keine Beeinträchtigungen mit sich brachte. Da der verbaute Intel-Prozessor über einen Sicherheitschip (TPM) verfügt, kann nach einem Upgrade auf Windows 10 Pro Bitlocker mit automatischer Entsperrung genutzt werden.
Office-Apps auf der NucBox
Video-Wiedergabe und Speedtest
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die GMK NucBox recht gut für den Einsatz als Media-Center oder Office-Computer geeignet ist. Wer eher komplexere Spiele in einer hohen Qualität spielen möchte, sollte über eine leistungsstärkere Alternative nachdenken. Abgesehen davon, dass die 4K-Wiedergabe ab und zu für Probleme sorgen kann, kann der Mini-Rechner die meisten Werbeversprechen des Herstellers im Großen und Ganzen erfüllen.
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