Sternentanz ums schwarze Loch:
Deutscher erhält Physik-Nobelpreis
Zusammen mit zwei weiteren Kollegen erhält in diesem Jahr der deutsche Astrophysiker Reinhard Genzel den Nobelpreis für Physik. Die höchste Auszeichnung der Wissenschaft wird ihm dabei für seine Pionierarbeit rund um den Nachweis Schwarzer Löcher verliehen.
Gratulation an Reinhard Genzel für den Physik-Nobelpreis 2020
Penrose hatte dabei den mathematischen Beweis geführt, dass Schwarze Löcher als unausweichliche Konsequenz aus Albert Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie hervorgehen. Der Mathematiker hatte dafür unter anderem das komplexe Konstrukt der "gefangenen Oberfläche" entwickelt, die eine Erklärung dafür liefert, warum ein Schwarzes Loch Materie und Licht nicht mehr entkommen lässt. Wie Scinexx kurz erklärt: Nach diesem Konzept wandelt sich der Raum nach dem Ereignishorizont in Zeit, das Entkommen wäre eine "Zeitreise in die Vergangenheit". Penrose erhält die Hälfte des Preisgeldes.
Penrose's Konzept der gefangenen Oberfläche
Jahrzehnte der Beobachtung, geehrt mit einem Nobelpreis
Laut Erläuterung der Königlich Schwedische Akademie haben die Forscher damit den "bislang überzeugendsten Hinweise auf die Existenz" eines Schwarzen Loches geliefert - hier lässt man wohl das im letzten Jahr gelungene Foto des Ereignishorizonts eines schwarzen Loches noch außen vor. "Die Pionierleistungen von Reinhard Genzel und Andrea Ghez haben damit auch den Weg bereitet für neue Generationen präziser Tests der Allgemeinen Relativitätstheorie und ihrer bizarrsten Vorhersagen", so das Nobelpreis-Komitee.
Der Nobelpreis geht an drei Pioniere rund um Schwarze Löcher
"Das war eine Überraschung": Am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching bei München, seit 1986 unter der Leitung von Reinhard Genzel, zeigt man sich heute laut SZ von der Verleihung des Physik-Nobelpreises überrumpelt. Kurz zuvor hatte die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm bekannt gegeben, dass der mit 950.000 Euro dotierte Preis in diesem Jahr an Genzel, seine US-Kollegin Andrea Ghez sowie den britischen Physiker und Mathematiker Roger Penrose verliehen wird. Die drei Wissenschaftler hatten mit ihren Bemühungen zum Nachweis von Schwarzen Löchern beigetragen.
Gratulation an Reinhard Genzel für den Physik-Nobelpreis 2020
Penrose hatte dabei den mathematischen Beweis geführt, dass Schwarze Löcher als unausweichliche Konsequenz aus Albert Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie hervorgehen. Der Mathematiker hatte dafür unter anderem das komplexe Konstrukt der "gefangenen Oberfläche" entwickelt, die eine Erklärung dafür liefert, warum ein Schwarzes Loch Materie und Licht nicht mehr entkommen lässt. Wie Scinexx kurz erklärt: Nach diesem Konzept wandelt sich der Raum nach dem Ereignishorizont in Zeit, das Entkommen wäre eine "Zeitreise in die Vergangenheit". Penrose erhält die Hälfte des Preisgeldes.
Penrose's Konzept der gefangenen Oberfläche
Genzel und Ghez sehen Sterne tanzen
Die andere Hälfte teilen sich dann Reinhard Genzel und seine US-Kollegin Andrea Ghez für einen für viele wohl weitaus greifbareren Teil des Nachweises von Schwarzen Löchern. Den beiden Astronomen was es in unabhängigen Projekten gelungen, einen direkten Nachweis für das Schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße zu führen. Dies war durch die jahrzehntelange Beobachtung von Sternen gelungen, deren Bewegung durch das supermassereiche Objekt beeinflusst wird.
Jahrzehnte der Beobachtung, geehrt mit einem Nobelpreis
Laut Erläuterung der Königlich Schwedische Akademie haben die Forscher damit den "bislang überzeugendsten Hinweise auf die Existenz" eines Schwarzen Loches geliefert - hier lässt man wohl das im letzten Jahr gelungene Foto des Ereignishorizonts eines schwarzen Loches noch außen vor. "Die Pionierleistungen von Reinhard Genzel und Andrea Ghez haben damit auch den Weg bereitet für neue Generationen präziser Tests der Allgemeinen Relativitätstheorie und ihrer bizarrsten Vorhersagen", so das Nobelpreis-Komitee.
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