IT-Fachkräfte: Zwei Drittel der Firmen können Stellen nicht besetzen

IT-Fachleute sind heute offenbar noch schwerer zu finden als vor einigen Jahren. Die vielen Zusicherungen, mehr Leute auszubilden, fanden prak­tisch demzufolge nicht in einem Umfang statt, der auch nur halbwegs dem Bedarf entspricht.
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Vor zwei Jahren haben 46 Prozent aller Unternehmen in Deutschland, die über zehn oder mehr Mitarbeiter verfügen, von Problemen bei der Besetzung ihrer freien Stellen im IT-Bereich berichtet. Der Wert ist inzwischen auf 69 Prozent nach oben geschossen, teilte das Sta­tis­ti­sche Bundesamt heute mit. Das führt in der Folge zu Veränderungen bei der Ver­tei­lung von Aufgaben.

Die Quote von Unternehmen, die in der Belegschaft eigene IT-Mitarbeiter beschäftigen, ist bin­nen der letzten zwei Jahre von 21 auf 19 Prozent gefallen. Stattdessen werden Aufgaben im­mer stärker an externe Dienstleister vergeben. Unter anderem haben 50 Prozent der Un­ter­neh­men IT-sicherheitsrelevante Tätigkeiten wie Tests der Infrastruktur und die Be­sei­ti­gung von Schwachstellen an Service-Firmen vergeben. Das ist vor allem dahingehend ein Pro­blem, weil die IT-Security dann weniger ein fortwährender Prozess im Arbeitsalltag ist, sondern ein abzuarbeitender Einzelauftrag.

Security ist als Thema angekommen

Dass die Sicherheit der IT-Sys­teme wich­tig für den geschäft­lichen Erfolg ist, haben die meisten Unter­nehmen inzwi­schen verstan­den. 88 Pro­zent würden laut den Daten des Bundes­amtes dafür sorgen, dass die Soft­ware regel­mäßig ak­tua­lisiert wird und Patches somit einen Weg in die Infra­struktur finden. 79 Prozent machen auch Vor­gaben für die Nutzung schwer zu er­ra­ten­der Pass­wörter.

Dagegen verwenden aber nur 48 Prozent der Unternehmen in Deutschland Verschlüsselungs-Verfahren, um ihre Datenaufbewahrung oder die E-Mail-Kommunikation abzusichern. Jede fünfte Firma hat hingegen bereits eine Ver­si­che­rung abgeschlossen, die bei erfolgreichen Angriffen finanziell in die Bresche springt.

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