Wegen PS5 und Xbox Series X:
AMD Ryzen 4000-APUs kaum lieferbar
AMD hat mit Produktionsengpässen für einige Ryzen-Prozessorserien zu kämpfen. Betroffen sind praktisch alle APUs (Accelerated Processing Units) der Ryzen 4000-Familie für Notebooks und Desktop-PCs. Ein entscheidender Faktor dabei dürften die Next-Gen-Konsolen sein.
Die Liefersituation für AMD-APUs der Serien Ryzen 4000U, 4000H und 4000G, Codename Renoir, ist angespannt, wie der deutsche PC-Hersteller Schenker jüngst auf Reddit informierte. Notebooks des Unternehmens, die mit einem Ryzen 7 4800H (8 Kerne, 16 Threads) bestückt sind, werden daher erst in gut zwei Monaten wieder lieferbar sein. Kunden, die sich direkt bei Schenker für ein Laptop-Modell mit dem Ryzen 5 4600H (6 Kerne, 12 Threads) interessieren, können aktuell aber noch zuschlagen.
AMDs Renoir-APUs heizen Intel nun erstmals auch im Bereich Ultrabooks gehörig ein.
Die notorisch konservative Kalkulation von AMD hinsichtlich der Bestellung neuer Ryzen 4000-APUs bei TSMC soll außerdem ein Problem darstellen. Dafür spricht, dass die Prozessoren bereits mit der Markteinführung erster Notebooks schwer zu bekommen waren. Und die erst kürzlich auf dem Markt eingeführten Desktop-Chips der Ryzen 4000G-Familie wird AMD bis auf Weiteres gar nur in Komplettsystemen anbieten. Sehr wahrscheinlich, um die Versorgungslage besser im Blick behalten zu können.
AMDs Renoir-APUs heizen Intel nun erstmals auch im Bereich Ultrabooks gehörig ein.
Renoir-Liefersituation weltweit angespannt
Wie Schenker verraten hat, wurde dem Unternehmen von AMD erklärt, dass derzeit industrieweit Lieferengpässe bestehen, die alle Notebook-Hersteller vor dasselbe Dilemma stellen. Das deutsche Unternehmen vermutet die deutlich gestiegene Nachfrage nach Geräten mit den Ryzen 4000-APUs als einen der Gründe, warum AMD nicht mit der Abwicklung von Bestellungen hinterherkommt. Die Chipschmiede lässt die Produktion exklusiv bei Auftragsfertiger TSMC im 7-Nanometer-Verfahren durchführen, was bei mehreren Großaufträgen von Schwergewichten wie Lenovo oder HP schnell zu einer Ausschöpfung der verfügbaren Fertigungskapazitäten führen kann.Die notorisch konservative Kalkulation von AMD hinsichtlich der Bestellung neuer Ryzen 4000-APUs bei TSMC soll außerdem ein Problem darstellen. Dafür spricht, dass die Prozessoren bereits mit der Markteinführung erster Notebooks schwer zu bekommen waren. Und die erst kürzlich auf dem Markt eingeführten Desktop-Chips der Ryzen 4000G-Familie wird AMD bis auf Weiteres gar nur in Komplettsystemen anbieten. Sehr wahrscheinlich, um die Versorgungslage besser im Blick behalten zu können.
Next-Gen-Konsolen beeinflussen Herstellung von PC-Prozessoren
Eine ebenfalls sehr bedeutende Rolle im Hinblick auf Produktionskapazitäten für AMDs PC-Prozessoren bei TSMC dürften die Next-Gen-Konsolen von Sony und Microsoft spielen. Sowohl für die PlayStation 5 als auch die Xbox Series X liefert AMD ein speziell angepasstes SoC (System on a Chip) als zentrale Recheneinheit. Die beiden Videospielstationen sollen gegen Ende dieses Jahres im internationalen Handel verfügbar sein, was bedeutet, dass die Produktion der ersten Charge inzwischen auf Hochtouren laufen muss. Für die nahe Zukunft deutet sich immerhin etwas Besserung an: AMD hat sich laut chinesischen Medienberichten für das Jahr 2021 ein deutlich größeres Produktionskontingent bei TSMC sichern können. Siehe auch:
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