Krieg vor Gericht mal andersrum:
Facebook verklagt Wettbewerbshüter
Facebook steht seit einiger Zeit im Mittelpunkt von Ermittlungen der EU-Wettbewerbsbehörden, die prüfen wollen, ob der Konzern seine marktbeherrschende Stelle ausnutzt. Dabei muss Facebook umfangreiche Daten herausgeben - und klagt jetzt gegen den "Datenhunger" der EU.
Wie Facebook jetzt verlauten ließ, haben die EU-Wettbewerbshüter im Rahmen ihrer Ermittlungen bereits zahllose Dokumente eingefordert. Seit Beginn der Untersuchung im letzten Jahr habe man 315.000 Dokumente mit insgesamt mehr als 1,7 Millionen Seiten an die EU-Kommission übergeben.
Derartige Anfragen müssten von EU-Gerichten geprüft werden, so die Forderung von Facebook. Das Unternehmen will deshalb vor einem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg eine einstweilige Verfügung erwirken, die der EU untersagt, irrelevante Dokumente des Unternehmens zu durchforsten, bis ein Urteil über die Rechtmäßigkeit dieses Vorgehens gefällt wurde.
Facebook wird seit 2019 von der EU untersucht, wobei es um die zahllosen Daten geht, die das Unternehmen über seine Nutzer erfasst. Außerdem will man herausfinden, ob sich aus der großen Zahl von Nutzern des Facebook Marketplace eine marktbeherrschende Stellung ergibt, die der Betreiber der Plattform zum Nachteil von möglichen Konkurrenten ausnutzt. Der Marketplace hat weltweit über 800 Millionen Nutzer und dient dem Kauf und Verkauf diverser Dinge.
Die EU will zu viele Daten - sagt Facebook
Facebook sieht den Umfang der von der EU eingeforderten Dokumente als zu groß an und behauptet, dass die breiten Abfragen den Konzern dazu zwingen würden, vor allem nicht-relevante Dokumente einzureichen, die in keinem Zusammenhang mit den Ermittlungen der Wettbewerbsschützer stehen. Dazu gehören laut Facebook hochsensible persönliche Daten wie etwa medizinische Aufzeichnungen, Finanzdokumente und private Informationen über Familienmitglieder von Facebook-Mitarbeitern.Derartige Anfragen müssten von EU-Gerichten geprüft werden, so die Forderung von Facebook. Das Unternehmen will deshalb vor einem Europäischen Gerichtshof in Luxemburg eine einstweilige Verfügung erwirken, die der EU untersagt, irrelevante Dokumente des Unternehmens zu durchforsten, bis ein Urteil über die Rechtmäßigkeit dieses Vorgehens gefällt wurde.
Facebook wird seit 2019 von der EU untersucht, wobei es um die zahllosen Daten geht, die das Unternehmen über seine Nutzer erfasst. Außerdem will man herausfinden, ob sich aus der großen Zahl von Nutzern des Facebook Marketplace eine marktbeherrschende Stellung ergibt, die der Betreiber der Plattform zum Nachteil von möglichen Konkurrenten ausnutzt. Der Marketplace hat weltweit über 800 Millionen Nutzer und dient dem Kauf und Verkauf diverser Dinge.
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