Amazon feiert Abwehr der bisher stärksten verzeichneten DDoS-Attacke
Amazon sieht sich aktuell als neuen Rekordhalter beim Umgang mit DDoS-Attacken. Die AWS Shield-Einheit soll vor einiger Zeit den bisher umfangreichsten Angriff dieser Art abgewehrt haben. Der alte Höchstwert aus dem Jahr 2018 wurde dabei deutlich übertroffen.
Damals hatte das Security-Unternehmen Netscout Arbor eine DDoS-Attacke vermeldet, bei der die Systeme eines namentlich nicht genannten US-Unternehmens mit einer Flut von 1,7 Terabit pro Sekunde angegriffen wurden. Nach mehreren Terabit-Attacken in dieser Zeit ging man bereits davon aus, dass eine solche Wucht zur neuen Normalität wird. Allerdings blieb es dann erst einmal längere Zeit recht ruhig, was darauf hindeutet, dass es eben auch nicht trivial ist, solche Angriffe durchzuführen.
Nun aber legte Amazon den jüngsten Bericht seiner AWS Shield-Gruppe vor, deren Aufgabe der Schutz der Cloud-Kunden des Konzerns vor DDoS-Attacken ist. Und in diesem Report ist ein Vorfall vermerkt, bei dem die AWS-Instanz eines Kunden mit 2,3 Terabit pro Sekunde geflutet wurde. Wer genau das Ziel war, verschwieg der Dienstleister allerdings.
Insgesamt blieben Attacken im Terabit-Bereich in den letzten Monaten aber die Ausnahme. Trotzdem steigt die durchschnittliche Wucht immer weiter. Recht normal sind inzwischen Angriffe, bei denen um die 500 Gigabit pro Sekunde auf das Zielsystem einprasseln. Über alle entsprechenden Attacken hinweg, bleibt es allerdings im großen Durchschnitt bei einstelligen Gigabit-Werten.
Nun aber legte Amazon den jüngsten Bericht seiner AWS Shield-Gruppe vor, deren Aufgabe der Schutz der Cloud-Kunden des Konzerns vor DDoS-Attacken ist. Und in diesem Report ist ein Vorfall vermerkt, bei dem die AWS-Instanz eines Kunden mit 2,3 Terabit pro Sekunde geflutet wurde. Wer genau das Ziel war, verschwieg der Dienstleister allerdings.
Botnetz aus CLDAP-Servern
Ursprung des enorm starken DDoS-Angriffs war ein Botnetz, das sich aus zahlreichen gekaperten CLDAP-Severn zusammensetzt. Dabei handelt es sich um ein Protokoll, das für den Informationsaustausch zwischen verteilten Verzeichnisdiensten zuständig ist. CLDAP wird seit Ende 2016 immer wieder mal für DDoS-Angriffe eingesetzt und wird von den Tätern aufgrund der Tatsache geschätzt, dass die Reaktion des Zielsystems bis zu 70 Mal mehr Ressourcen erfordert, als die Generierung der Datenpakete beim Absender.Insgesamt blieben Attacken im Terabit-Bereich in den letzten Monaten aber die Ausnahme. Trotzdem steigt die durchschnittliche Wucht immer weiter. Recht normal sind inzwischen Angriffe, bei denen um die 500 Gigabit pro Sekunde auf das Zielsystem einprasseln. Über alle entsprechenden Attacken hinweg, bleibt es allerdings im großen Durchschnitt bei einstelligen Gigabit-Werten.
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