Falsches Bild: Computerkriminalität ist langweilig & schlecht bezahlt
Computerkriminalität wird oft mit dem Klischee des Hacker-Mythos romantisiert, in der Realität sieht es rund um die meisten Cybercrime-Aktivitäten aber ganz anders aus. Eine Studie beschreibt die illegalen Jobs für die meisten Beschäftigten als "langweilig" und schlecht bezahlt.
Die Studie beschreibt, wie sich die Branche in den letzten zwei Jahrzehnten hin zu einem "abonnement- und plattformbasierten Geschäftsmodell für Cybercrime-as-a-Service" entwickelt hat. "Mit dem Aufkommen dieser gemeinsamen illegalen Infrastrukturen hat sich die Art der Arbeit in der Wirtschaft der Internetkriminalität geändert", so die Forscher. "Für viele Beteiligte ist Cyberkriminalität langweilig: ein Bürojob, der die Infrastruktur erhält, auf die sich diese globalen Märkte stützen."
So seien Anbieter im stark umkämpften Markt für Botnetze darauf angewiesen, einen guten Kundenservice bieten zu können und müssten dementsprechend viele Mitarbeiter beschäftigen, die sich beispielsweise rein um den Support von Kunden kümmern und Fragen in einschlägigen Foren beantworten - sonst könne der Anbieter "schnell seinen guten Ruf verlieren" und entsprechend weniger Kunden anziehen.
Die meisten Cyberkriminellen haben einen langweiligen Job mit schlechtem Lohn
Wie sieht der Alltag von Cyberkriminellen wirklich aus? In ihrer Studie "Cybercrime is (often) boring: maintaining the infrastructure of cybercrime economies" hat ein Team aus Mitgliedern des Cambridge Cybercrime Centre versucht, auf diese Frage eine Antwort zu finden. Der Titel der Studie lässt das Ergebnis erahnen: Die Realität der meisten Cyberkriminellen ist weit weg vom Klischee des aufregenden Hacker-Lebens mit Millionen-Verdienst. Die Forscher argumentieren, dass sich aus ihrer Sicht "Cyberkriminalität selbst industrialisiert hat". Für Arbeiter biete die illegale Branche vor allem "langweilige, langwierige Wartungs- und Infrastrukturarbeiten", diese würden meist an "an schlecht bezahlte Auftragnehmer ausgelagert". Infografik: Jeder zweite Internetnutzer wurde schonmal Opfer von Cybercrime
Die Studie beschreibt, wie sich die Branche in den letzten zwei Jahrzehnten hin zu einem "abonnement- und plattformbasierten Geschäftsmodell für Cybercrime-as-a-Service" entwickelt hat. "Mit dem Aufkommen dieser gemeinsamen illegalen Infrastrukturen hat sich die Art der Arbeit in der Wirtschaft der Internetkriminalität geändert", so die Forscher. "Für viele Beteiligte ist Cyberkriminalität langweilig: ein Bürojob, der die Infrastruktur erhält, auf die sich diese globalen Märkte stützen."
So seien Anbieter im stark umkämpften Markt für Botnetze darauf angewiesen, einen guten Kundenservice bieten zu können und müssten dementsprechend viele Mitarbeiter beschäftigen, die sich beispielsweise rein um den Support von Kunden kümmern und Fragen in einschlägigen Foren beantworten - sonst könne der Anbieter "schnell seinen guten Ruf verlieren" und entsprechend weniger Kunden anziehen.
Beteiligte vom Gegenteil überzeugen
Für die Forscher lässt sich aus der Analyse der Tätigkeitsfelder auch ein klarer Schluss ziehen: demnach gelte es "die an der Cyberkriminalität-Ökonomie Beteiligten" zu überzeugen, dass es in der normalen Wirtschaft "sozial vorteilhaftere, besser vergütete und in der Tat weitaus interessantere Dinge gibt, mit dem Computer zu arbeiten".
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