Facebook und Trump: Intern rumort es gewaltig, Zuckerberg wiegelt ab

Facebook, trump, Donald Trump, Präsident, US-Präsident Bildquelle: Facebook
Twitter galt lange Zeit als eine Art Steigbügelhalter für Donald Trump, denn schließlich war und ist man das Lieblingsmitteilungsmedium des US-Präsidenten. Doch dem Kurznachrichtendienst riss der Geduldsfaden und man stellte sich gegen Trump. Facebook indes ist untätig.

Twitter vs. Trump

Trump und Twitter war lange Zeit eine "Beziehung", von der beide profitierten: Denn der US-Präsident nutzt Twitter als Bühne und ist mit knapp 82 Millionen Followern eines der Schwergewichte der Plattform. Doch zuletzt wurde es Twitter zu bunt, denn man kennzeichnete einen Tweet Trumps als problematisch (löschte ihn aber nicht), da dieser als Gewaltaufruf gewertet werden konnte, zuvor fügte man einem Tweet zum angeblichen Betrug beim Wählen per Post Fakt-Checking-Links hinzu. Folge: Trump tobte.

Facebook hingegen ließ den gespiegelten Tweet zum Gewaltaufruf unwidersprochen stehen und löste damit heftige interne Debatten aus. Diese Woche kam es sogar zu einem virtuellen Walk-Out, also im wesentlichen Streik, einige Facebook-Mitarbeiter legten die Arbeit nieder, um gegen die Untätigkeit des sozialen Netzwerks zu protestieren, es gab sogar mehrere Kündigungen.

Doch Facebook-Chef und -Gründer Mark Zuckerberg verteidigte die Entscheidung gestern in einer Video-Konferenz mit Mitarbeitern. Das sei eine "schwierige Entscheidung" gewesen, Zuckerberg verwies aber auf Prinzipien und Richtlinien zur freien Meinungsäußerung. Wie die New York Times berichtet, sei es laut dem Facebook-Chef "die richtige Handlung gewesen, das (den Beitrag) stehen zu lassen".

Mit Trump telefoniert

Zuckerberg sagt, dass er in einem Telefonat mit Trump die Gelegenheit genutzt habe, diesem mitzuteilen, dass der Beitrag "hetzerisch und schädlich" gewesen sei und wo Facebook diesbezüglich stehe. Gegen Facebook-Richtlinien habe er aber eben nicht verstoßen, so der CEO im Gespräch mit Angestellten.

Ob Zuckerberg die Kritik damit ausdämpfen kann, darf bezweifelt werden. Denn Facebook wird vorgeworfen, dass man mehr als ein Auge zudrückt, weil Trump angesichts der bevorstehenden Wahlen viel Geld für Werbung in das Netzwerk pumpt, um ältere Wähler zu gewinnen.

Siehe auch: Social Media-Erlass - Trump unterbindet die freie Meinungsäußerung Facebook, trump, Donald Trump, Präsident, US-Präsident Facebook, trump, Donald Trump, Präsident, US-Präsident Facebook
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