Xiaomi-Manager sorgt mit Stalker-"Scherz" für sexistischen Eklat

Chang Cheng ist der Vice President beim chinesischen Smartphone-Her­steller Xiaomi und erst Anfang des Jahres vom Konkurrenten Lenovo gekommen, er ist bei Xiaomi für Produktplanung zuständig. Doch nun geriet er nach einem sexistischen "Scherz" schwer unter Beschuss.
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Xiaomi
Social-Media-Marketing ist immer dann mit viel Gefahr verbunden, wenn versucht wird, witzig zu sein. Das musste nun der Xiaomi-Manager Chang Cheng feststellen. Denn eigentlich wollte er auf dem größten chinesischen Social Network Weibo das für eine junge Zielgruppe gedachte Mi 10 Youth 5G bewerben. Genauer gesagt veröffentlichte er eine Liste, wofür man das Smartphone und seine Fünffach-Zoom-Kamera verwenden kann.

Wie Abacus News berichtet (via derStandard) war dabei auch folgender "Scherz": "Hinter jeder aufgebrezelten Frau im Schlafraum des Studentenwohnheims gibt es einen Spanner-Raum." Der Begriff Spanner fiel zwar nicht, wurde aber durch ein entsprechendes Kaomoji angedeutet. Chang ChengHatte nach einem sexistischen Scherz nicht viel zu lachen: Xiaomi-Manager Chang Cheng Das kam bei den Nutzern von Weibo auch alles andere als gut an und Chang Cheng wurde heftig dafür kritisiert. Denn viele sahen das als Aufforderung, Frauen heimlich zu fotografieren. Es folgte eine Flutwelle an negativen Reaktionen, der "Humorversuch" von Cheng wurde von den meisten als "vulgär" und respektlos gegenüber Frauen kritisiert, so Abacus.

Cheng und Xiaomi entschuldigen sich

Auch Xiaomi geriet erwartungsgemäß ins Kreuzfeuer und wenig später verschwand der Beitrag auch. Cheng entschuldigte sich dann auch dafür: Er bezeichnete ihn als Fehler und meinte, dass er die Kritik akzeptiere. Außerdem kündigte Cheng eine Spende an eine gemeinnützige Organisation an und überwies später umgerechnet 13.000 Euro an die Bildungs-Initiative Adream. Xiaomi schloss sich der Entschuldigung an und gab zudem bekannt, dass man seine Mitarbeiter besser schulen werde, um ähnliche Vorfälle künftig zu verhindern.
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