Microsoft-Tool nimmt Entwicklern nervige Bug-Sortier-Arbeit ab

Microsoft hat intern ein System entwickelt, das Fehler in Software automatisiert in verschiedene Kategorien einstufen und damit Koordination der Korrekturarbeiten erheblich beschleunigen kann. Das Tool soll bald auch öffentlich verfügbar sein.
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Public Domain
Hinter dem neuen Werkzeug steckt eine KI, die mit den Daten aus 13 Millionen Korrektur-Arbeiten von 47.000 Entwicklern, die bei Microsoft tätig sind, trainiert wurde. Inzwischen ist es dem System möglich, Software-Fehler zu 99 Prozent korrekt in sicherheitsrelevante und nicht sicherheitsrelevante Bugs zu unterscheiden. Die Einstufung, welche Probleme als kritisch anzusehen und mit entsprechend hoher Priorität zu behandeln sind, trifft zu 97 Prozent zu.

Allein schon eine solche Sortierung von Bugs kann viel dazu beitragen, die Korrekturarbeiten wesentlich effizienter zu machen. Unabhängigen Untersuchungen zufolge kommen bei der Programmierung von tausend Zeilen Quellcode immerhin rund 70 Fehler zustande. Die Korrektur eines Bugs dauert außerdem 30 Mal länger als die Programmierung an sich. Die Fehlerbehebungen belaufen sich letztlich allein in den USA auf einen volkswirtschaftlichen Wert von rund 113 Milliarden Dollar.

Effizienz steigt spürbar

Entsprechend wichtig ist es natürlich, dass die Fehler mit einer ordentlichen Systematik angegangen werden. Zuerst müssen natürlich stets die sicherheitsrelevanten Bugs behoben werden, da aus ihnen der größere Schaden entstehen kann. Immerhin sind sie nicht nur ein Risiko für den engeren Bereich in dem sie auftreten, sondern können ein Einfallstor für Malware darstellen, die auch zahlreiche andere Stellen in Mitleidenschaft zieht.

Entsprechend intensiv haben die Sicherheits-Forscher bei Microsoft in der letzten Zeit an der neuen KI gearbeitet. Intern wird das neue Tool nun schon seit einiger Zeit eingesetzt und liefert eine gute Grundlage für die Steigerung der Effizienz bei den Wartungsarbeiten. In Kürze will Microsoft das System auch öffentlich zur Verfügung stellen, um auch anderen Entwicklern entsprechende Möglichkeiten zu bieten.

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