Andere Seite des Mondes überrascht:
China feiert Forschungserfolg
Mit der Chang'e-4-Mission konnte China die erste Sonde auf der abgewandten Seite des Mondes landen. Jetzt begeistern Erkenntnisse, die mit einem Bodenradar gewonnen wurden, die Wissenschaftler. Die Oberfläche ist anders zusammengesetzt, als bisher angenommen.
Die Radar-Ergebnisse stammen ...
...aus dem Von Karman-Krater
Nach Beschreibung des Forscherteams, das sich aus chinesischen und italienischen Wissenschaftlern zusammensetzt, ist die oberste Schicht des Mondbodens auf diesem Teil des Mondes erheblich dicker, als bisher erwartet. Das Regolith reicht demnach in bis zu 30 Meter Tiefe. "Das ist sehr viel Regolith", so David A. Kring, ein leitender Wissenschaftler am Lunar and Planetary Institute in Houston. "Das liefert auf jeden Fall interessante Denkanstöße", so der Forscher laut New York Times.
Yutu-2 hatte die beschriebenen Messwerte im sogenannten Von Karman-Krater gewonnen. Die Radarwellen konnten die oberen 12 Meter des Bodens fast mühelos durchdringen und zeigten dabei poröses, körniges Material. In der darauffolgenden Sicht fanden sich dann erstmals auch Felsbrocken bis zu einer Größe von ein paar Metern, darunter folgte wieder eine Schicht ohne größere Felsbrocken. Was die Forscher überraschte: Hinweise auf erstarrte Lava waren in den Daten nicht zu finden. Eine erste Erklärung: Der Krater ist so alt, dass die Lavaschichten schon zu tief vergraben wurden.
Der chinesische Mondlander kann mit Bodenradar für Aufregung sorgen
Der Einsatz von Bodenradars zur Ermittlung der Beschaffenheit des Untergrundes ist auf der Erde schon Alltag, auf fremden Welten kam diese Technik bei bodengestützten Missionen aber noch nicht so häufig zum Einsatz. China hatte mit seiner Chang'e-4-Mission auch den kleinen Rover Yutu-2 auf die der Erde abgewandten Seite des Mondes gebracht, das kleine Forschungs-Gefährt hat wiederum einen Bodenradar an Bord - wie sich zeigt, ein glücklicher Umstand. Eine Forschungsarbeit, die am Mittwoch im Science Advances Journal veröffentlicht wurde, beschreibt, dass die Beschaffenheit des Mondbodens die Forscher überrascht.
Die Radar-Ergebnisse stammen ...
...aus dem Von Karman-Krater
Nach Beschreibung des Forscherteams, das sich aus chinesischen und italienischen Wissenschaftlern zusammensetzt, ist die oberste Schicht des Mondbodens auf diesem Teil des Mondes erheblich dicker, als bisher erwartet. Das Regolith reicht demnach in bis zu 30 Meter Tiefe. "Das ist sehr viel Regolith", so David A. Kring, ein leitender Wissenschaftler am Lunar and Planetary Institute in Houston. "Das liefert auf jeden Fall interessante Denkanstöße", so der Forscher laut New York Times.
Yutu-2 hatte die beschriebenen Messwerte im sogenannten Von Karman-Krater gewonnen. Die Radarwellen konnten die oberen 12 Meter des Bodens fast mühelos durchdringen und zeigten dabei poröses, körniges Material. In der darauffolgenden Sicht fanden sich dann erstmals auch Felsbrocken bis zu einer Größe von ein paar Metern, darunter folgte wieder eine Schicht ohne größere Felsbrocken. Was die Forscher überraschte: Hinweise auf erstarrte Lava waren in den Daten nicht zu finden. Eine erste Erklärung: Der Krater ist so alt, dass die Lavaschichten schon zu tief vergraben wurden.
Nützlich für folgende Missionen
Die jetzt gewonnen Erkenntnisse sind auch über den Mond hinaus von Bedeutung. Wie Dr. Kring beschreibt, belegen die Ergebnisse der chinesischen Mission aus seiner Sicht, dass Bodenradars in zukünftigen Missionen für das Auffinden von Eisablagerungen unter der Mondoberfläche von entscheidender Bedeutung sein können. Dies sei wiederum Voraussetzung für das längere Verbleiben von Astronauten. "Es gibt uns mehr Vertrauen, dass die von uns entwickelte Methode funktioniert", so Kring.
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