Apple will Buch verhindern und sorgt damit erst recht für Nachfrage
Ein Ex-Manager will in einem Buch Einsicht in die Firmenpolitik rund um den App-Store gewähren. Das will Apple mit seiner Anwalts-Armee verhindern, obwohl das Werk nur wenige brisante Infos enthält. Der Wirbel sorgt jetzt erst recht für eine hohe Nachfrage nach dem Buch.
Demnach hatte Apple kurz vor der Veröffentlichung durch zwei Großkanzleien Unterlassungserklärungen an Sadowski und den Hamburger Verlag Murmann zustellen lassen. Wie Programmgeschäftsführer Peter Felixberger ausführt, sei man den Erklärungen nicht nachgekommen und habe danach zunächst nichts weiter von dem Konzern gehört: "Seitdem ruht der See." Man habe zwar schon vor diesen Schritten erwartet, dass Apple auf die Ankündigung des Buches reagieren würde, das vehemente Vorgehen sei aber trotzdem eine Überraschung gewesen.
Denn: Wie die Süddeutsche Zeitung schreibt, verspricht das Buch zwar einen Blick "hinter die Kulissen von Apples wichtigstem Business", allerdings seien in dem Buch keine brisanten Insider-Infos zu finden. Trotzdem beruft sich Apple in einem Statement darauf, dass der Ex-Mitarbeiter die Vertraulichkeit der Geschäftspraktiken des Unternehmens nicht respektiert habe. Allerdings liefert der Konzern keine Hinweise, welche Vertraulichkeiten man durch das Werk verletzt sieht.
Apple will ein Buch nicht auf dem Markt sehen und sorgt damit für Aufmerksamkeit
Tom Sadowski war bis Ende letzten Jahres für Apple als Manager rund um das App-Geschäft in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätig. Dann entschied er sich, bei dem US-Konzern auszuscheiden und seine Erfahrungen in einem Buch zu veröffentlichen - er habe den inneren Drang verspürt, nach zehn Jahren bei Apple Einblick in die Firmenpolitik zu gewähren, so der Autor in der Einleitung. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hatte Apple aber mit allen Mitteln versucht, den Release des Werkes "App Store Confidential" am 18. Februar zu verhindern.Demnach hatte Apple kurz vor der Veröffentlichung durch zwei Großkanzleien Unterlassungserklärungen an Sadowski und den Hamburger Verlag Murmann zustellen lassen. Wie Programmgeschäftsführer Peter Felixberger ausführt, sei man den Erklärungen nicht nachgekommen und habe danach zunächst nichts weiter von dem Konzern gehört: "Seitdem ruht der See." Man habe zwar schon vor diesen Schritten erwartet, dass Apple auf die Ankündigung des Buches reagieren würde, das vehemente Vorgehen sei aber trotzdem eine Überraschung gewesen.
Denn: Wie die Süddeutsche Zeitung schreibt, verspricht das Buch zwar einen Blick "hinter die Kulissen von Apples wichtigstem Business", allerdings seien in dem Buch keine brisanten Insider-Infos zu finden. Trotzdem beruft sich Apple in einem Statement darauf, dass der Ex-Mitarbeiter die Vertraulichkeit der Geschäftspraktiken des Unternehmens nicht respektiert habe. Allerdings liefert der Konzern keine Hinweise, welche Vertraulichkeiten man durch das Werk verletzt sieht.
In der Konsequenz mehr Bücher verkauft
Durch Apples Vorgehen hat Sadowskis Buch sehr viel mehr Aufmerksamkeit erhalten, als das der Verlag vor der Veröffentlichung vermutet hatte. Die 4000 Exemplare starke erste Auflage sei sehr schnell vergriffen. "In einigen Tagen werden die alle verkauft sein", sagt Felixberger, "wir müssen nachdrucken." Bis zum 3. März hat Apple jetzt noch Zeit, weitere rechtliche Schritte einzuleiten.
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