OnePlus, Oppo & Co.: Hersteller planen eigene CPUs - wegen Trump?
Die Smartphones der chinesischen Marken OnePlus, Oppo und vermutlich auch Vivo und Realme könnten früher oder später mit ARM-Prozessoren aus eigener Entwicklung auf den Markt kommen. Angeblich gibt es entsprechende interne Pläne.
Wie CNBeta kürzlich unter Berufung auf interne Papiere der Unternehmen berichtet, erwägt der chinesische Konzern BBK offenbar die Entwicklung eigener Smartphone-Plattformen. Oppo, Vivo, Realme und eben OnePlus gehören allesamt zum BBK-Konzern, der mit seinen vier Marken zusammengenommen einer der größten Smartphone-Hersteller der Welt ist.
Die Initiative wird dem Vernehmen nach von einem früheren Mitarbeiter des US-Chipgiganten Qualcomm geleitet, wobei auch frühere Mitarbeiter anderer Chiphersteller an dem Projekt beteiligt sein sollen. Sollte BBK für seine Smartphone-Marken tatsächlich eigene Prozessoren entwickeln, dürfte dies trotz der Verwendung vorgefertigter Architekturen von ARM einige Zeit in Anspruch nehmen.
Außerdem dürfte dies den bisherigen Hauptlieferanten der BBK-Marken, den US-Hersteller Qualcomm, alles andere als erfreuen. Allerdings versicherten Vertreter von Oppo im Gespräch mit dem chinesischen Portal C114 News auch, dass man weiterhin mit Qualcomm und MediaTek kooperieren wolle. Stattdessen handele es sich bei dem Chip-Projekt um ein Langzeit-Vorhaben.
Denkbar wäre auch, dass Oppo & Co die hauseigenen Chips zunächst nur in ihren günstigeren Smartphone-Modellen und zudem auf bestimmte Märkte wie ihre Heimat China beschränkt einsetzen werden. Gleichzeitig könnte es bei der Chip-Initiative auch darum gehen, die Abhängigkeit von US-Produkten wie den Qualcomm-SoCs zu reduzieren, da die US-Regierung unter Trump seit einiger Zeit begonnen hat, die engen Verbindungen der Hersteller untereinander im Handelskrieg mit China als "Waffe" zu verwenden.
Frühere Qualcomm-Mitarbeiter soll das Projekt leiten
Dem Bericht zufolge tauschten führende Mitarbeiter der genannten Marken jüngst interne Memos aus, in denen es um das sogenannte "Marianna"-Projekt gehen soll. Das Vorhaben ist vermutlich nach der tiefsten bekannten Stelle in den Weltmeeren benannt und beschäftigt sich mit der Arbeit an eigenen Prozessoren für die zahllosen mobilen Geräte, die Oppo & Co. jährlich in aller Welt verkaufen.Die Initiative wird dem Vernehmen nach von einem früheren Mitarbeiter des US-Chipgiganten Qualcomm geleitet, wobei auch frühere Mitarbeiter anderer Chiphersteller an dem Projekt beteiligt sein sollen. Sollte BBK für seine Smartphone-Marken tatsächlich eigene Prozessoren entwickeln, dürfte dies trotz der Verwendung vorgefertigter Architekturen von ARM einige Zeit in Anspruch nehmen.
Außerdem dürfte dies den bisherigen Hauptlieferanten der BBK-Marken, den US-Hersteller Qualcomm, alles andere als erfreuen. Allerdings versicherten Vertreter von Oppo im Gespräch mit dem chinesischen Portal C114 News auch, dass man weiterhin mit Qualcomm und MediaTek kooperieren wolle. Stattdessen handele es sich bei dem Chip-Projekt um ein Langzeit-Vorhaben.
Denkbar wäre auch, dass Oppo & Co die hauseigenen Chips zunächst nur in ihren günstigeren Smartphone-Modellen und zudem auf bestimmte Märkte wie ihre Heimat China beschränkt einsetzen werden. Gleichzeitig könnte es bei der Chip-Initiative auch darum gehen, die Abhängigkeit von US-Produkten wie den Qualcomm-SoCs zu reduzieren, da die US-Regierung unter Trump seit einiger Zeit begonnen hat, die engen Verbindungen der Hersteller untereinander im Handelskrieg mit China als "Waffe" zu verwenden.
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Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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