Ransomware: Erpressung von städtischen Einrichtungen stark gestiegen

Schadsoftware, Ransomware, Erpressung Bildquelle: Kaspersky
Immer mehr städtische Einrichtungen sehen sich Ransomware-Attacken ausgesetzt. Laut einer Analyse von Sicherheitsexperten ist bei solchen Angriffen alleine im letzten Jahr ein Anstieg von 60 Prozent zu verzeich­nen. Jede elfte Attacke richtet sich auf öffentliche Zielobjekte.

Vor allem Schulen wurden 2019 sehr oft mit Erpressersoftware angegriffen

Erpressersoftware hat in diesem Jahr sehr oft für Schlagzeilen gesorgt, auch deshalb, weil immer öfter kritische Einrichtungen wie Krankenhäuser von den Angriffen betroffen sind, die IT-Systeme teilweise für Wochen lahmlegen können. Jetzt haben die Sicherheitsforscher von Kaspersky eine Analyse vorgelegt, die einen Überblick der Lage liefert. Demnach sind die Angriffe mit erpresserischer Absicht gegen städtische Einrichtungen - also beispielsweise medizinische Einrichtungen, Verwaltung und Schulen - im letzten Jahr um 60 Prozent angestiegen. "Dass Cyberkriminelle auch kommunale Verwaltungen mit Erpressungssoftware bedrohen, ist ein Trend, der zwar schon länger beobachtet wird, 2019 jedoch eine rasche Weiterentwicklung erfahren hat", so die Analyse der Experten. Ransomware-Angriffe auf städtische Einrichtungen 2019 (Kaspersky) Nach der Analyse waren seit Januar "mehr als 174 kommunale Einrichtungen (beziehungsweise über 3.000 einzelne Dienststellen)" weltweit von Ransomware attackiert worden. Ein genauer Blick auf die Aufteilung der Zielobjekte zeigt, dass dabei Schulen mit 61 Prozent Anteil weitaus am häufigsten von solchen Angriffen betroffen waren. Darauf folgen Rathäuser mit 29 Prozent und medizinische Einrichtungen mit sieben Prozent. Im Durchschnitt ermitteln die Experten Lösegeldforderungen von 1 Million US-Dollar, in der Spitze wurde von Angreifern aber die Summe von 5,3 Million US-Dollar gefordert.

Drei Schädlinge

Die Analyse macht vor allem drei Malware-Familien aus, die bei einem Großteil der Angriffe zum Einsatz kommen. Mit einem Blick auf Deutschland ist es dabei vor allem der Schädling Ryuk der in Attacken gegen öffent­lichen Einrichtungen genutzt wurde. "Im Untersuchungszeitraum waren Systeme aus Deutschland das häufigste von Ryuk ange­griffene Ziel weltweit; mit 8,6 Prozent entfiel fast jede elfte Attacke seit Januar 2019 auf ein städtisches Zielobjekt in Deutschland", so die Experten. Daneben waren im letzten Jahr die Schädlinge Purga und Stop beliebte Werkzeuge bei Ransomware-Angriffen.

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