Mozilla schmeißt die Firefox-Erweiterungen von Avast und AVG raus
Gestern hat Mozilla die Firefox-Version mit der Nummer 71 freigegeben, diese bringt auch zahlreiche Neuerungen mit sich. Unabhängig davon müssen sich Nutzer darauf einstellen, dass die Addons zweier bekannter Antiviren-Anbieter verschwunden sind.
Wer dieser Tage für seinen Firefox-Browser nach den Erweiterungen von Avast oder AVG sucht, der wird in der offiziellen Addon-Übersicht von Mozilla nicht fündig. Denn wie Ghacks berichtet, wird man aktuell bei einer Suche nach Avast Online Security oder AVG Online Security nicht fündig. Auch wenn man die bisherigen Seiten der jeweiligen Addons im Mozilla- bzw. Firefox-Store kennt und besucht, ist nichts zu finden, denn auch dort hat Mozilla die Erweiterungen rausgeworfen.
Die Addons sind derzeit allerdings (noch) nicht auf der schwarzen Liste gelandet. Das bedeutet, dass man die Addons nicht länger finden, aber nach wie vor nutzen kann, jedenfalls dann, wenn man sie bereits installiert hat. Die Blockliste wird regelmäßig aktualisiert, hier landen vor allem Addons, die Daten ohne Wissen oder Einverständnis der Anwender abgreifen.
Ein Versehen schloss Palant damals aus und meinte, dass hier bewusst Nutzerdaten abgegriffen worden seien. Laut Avast-Angaben nutzt man anonymisierte Clickstream-Daten für "Marketing, Entwicklung und Analyse". Palant schreibt aktuell auf Twitter, dass sich Avast in Gesprächen mit Mozilla befindet. Das könnte damit enden, dass Avast auf der Blocklist endet, aber auch, dass die Erweiterungen mit Änderungen zurückkehren.
Update 04.12.: Avast hat uns dazu ein Statement geschickt:
"Wir bieten unsere Browser-Erweiterungen Avast Online Security und SafePrice bereits seit vielen Jahren über den Mozilla Store zum Download an. Kürzlich hat Mozilla seine Store Policy überarbeitet und wir passen unsere Add-ons bereits an die neuen Anforderungen an. Die Erweiterung Avast Online Security ist ein Sicherheitstool, das den Benutzer online vor infizierten Websites und Phishing-Angriffen schützen soll. Dafür ist es notwendig, dass die Erweiterung den URL-Verlauf sammelt. Dabei werden keine Identitäten der Avast-Anwender erfasst oder gespeichert.
Wir haben bereits einige der neuen Anforderungen von Mozilla implementiert und werden weitere Updates vornehmen, die diesen Bedingungen entsprechen und transparent sind. Die aktualisierten Add-ons werden in naher Zukunft wie gewohnt im Mozilla Store erhältlich sein."
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Die Addons sind derzeit allerdings (noch) nicht auf der schwarzen Liste gelandet. Das bedeutet, dass man die Addons nicht länger finden, aber nach wie vor nutzen kann, jedenfalls dann, wenn man sie bereits installiert hat. Die Blockliste wird regelmäßig aktualisiert, hier landen vor allem Addons, die Daten ohne Wissen oder Einverständnis der Anwender abgreifen.
Funkt nach Hause
Die Übertragung von Daten ist allerdings auch bei Avast und AVG das Problem. Denn AdBlock Plus-Erschaffer Wladimir Palant hat bereits vor gut einem Jahr auf seinem privaten Blog vor Avast (AVG gehört mittlerweile zu Avast) gewarnt. Demnach überträgt die Firefox-Erweiterung des Antiviren-Software-Anbieters den detaillierten Browsing-Verlauf des jeweiligen Nutzers an Avast. Zu den Informationen gehören volle Adresse, Seitentitel, Referer und noch diverse andere Details.Ein Versehen schloss Palant damals aus und meinte, dass hier bewusst Nutzerdaten abgegriffen worden seien. Laut Avast-Angaben nutzt man anonymisierte Clickstream-Daten für "Marketing, Entwicklung und Analyse". Palant schreibt aktuell auf Twitter, dass sich Avast in Gesprächen mit Mozilla befindet. Das könnte damit enden, dass Avast auf der Blocklist endet, aber auch, dass die Erweiterungen mit Änderungen zurückkehren.
Update 04.12.: Avast hat uns dazu ein Statement geschickt:
"Wir bieten unsere Browser-Erweiterungen Avast Online Security und SafePrice bereits seit vielen Jahren über den Mozilla Store zum Download an. Kürzlich hat Mozilla seine Store Policy überarbeitet und wir passen unsere Add-ons bereits an die neuen Anforderungen an. Die Erweiterung Avast Online Security ist ein Sicherheitstool, das den Benutzer online vor infizierten Websites und Phishing-Angriffen schützen soll. Dafür ist es notwendig, dass die Erweiterung den URL-Verlauf sammelt. Dabei werden keine Identitäten der Avast-Anwender erfasst oder gespeichert.
Wir haben bereits einige der neuen Anforderungen von Mozilla implementiert und werden weitere Updates vornehmen, die diesen Bedingungen entsprechen und transparent sind. Die aktualisierten Add-ons werden in naher Zukunft wie gewohnt im Mozilla Store erhältlich sein."
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