Disney+: Betreiber will keine Verantwortung für Account-Klau tragen
Der Medienkonzern Disney hat sich in der Vorbereitung seines eigenen Streaming-Dienstes wohl mit allen möglichen Dingen befasst, nur nicht damit, wie man professionell mit Sicherheits-Problemen umgeht. Das zeigen die Reaktionen auf gekaperte User-Accounts.
Schon kurz nach dem Start des Services konnte man auf einschlägigen Darknet-Plattformen Zugangsdaten zu tausenden Accounts bekommen, die den regulären Nutzern schlicht abgenommen wurden. Die neuen Kunden des Unternehmens warteten andererseits teils Stunden in Telefon-Warteschleifen oder Chats, bis der Kundendienst Zeit hatte, sich ihres Problems anzunehmen und die Zugangsdaten zurückzusetzen.
Schuld will man an der ganzen Situation aber auf keinen Fall gewesen sein. "Disney nimmt den Datenschutz und die Sicherheit der Nutzerdaten sehr ernst, es gibt aber keinen Hinweis auf ein Sicherheits-Leck bei Disney+", erklärte ein Konzernsprecher gegenüber der britischen BBC. Das würde bedeuten, dass die Account-Daten von anderswo stammen müssten - was möglich, aber auch relativ unwahrscheinlich ist.
Allerdings gab es durchaus auch verschiedene User, die extra darauf hinwiesen, dass sie für Disney+ ein komplett einzigartiges Passwort genutzt haben. Doch selbst wenn die Quelle der Informationen anderswo ist, hätte so etwas nicht passieren dürfen. Inzwischen ist es Standard, das zumindest beim ersten Login von einem bis dahin unbekannten Gerät eine Zwei-Faktor-Authentifizierung durchgeführt wird. Ein solches Sicherheitsmerkmal sucht man bei dem neuen Streaming-Angebot aber vergebens.
Siehe auch: Disney+ im Visier: Hacker konnten tausende Nutzerkonten übernehmen
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Schuld will man an der ganzen Situation aber auf keinen Fall gewesen sein. "Disney nimmt den Datenschutz und die Sicherheit der Nutzerdaten sehr ernst, es gibt aber keinen Hinweis auf ein Sicherheits-Leck bei Disney+", erklärte ein Konzernsprecher gegenüber der britischen BBC. Das würde bedeuten, dass die Account-Daten von anderswo stammen müssten - was möglich, aber auch relativ unwahrscheinlich ist.
2FA wird nicht angeboten
So konnte man im Darknet Zugangsdaten ab 3 Dollar erwerben und den Dienst so mit einem fremden Konto günstiger nutzen als mit einem eigenen Abo, das immerhin rund 7 Dollar im Monat kostet. Da viele User ihre Kombinationen von E-Mail-Adressen und Passwörtern auch bei anderen Diensten im Netz verwenden, könnte der Ursprung natürlich anderswo liegen. Das würde aber bedeuten, dass hier gezielt und in extrem kurzer Zeit die Bestände von anderen Plattformen mit genau dem neu eröffneten Service abgeglichen wurden - und das binnen Stunden nach dem Start.Allerdings gab es durchaus auch verschiedene User, die extra darauf hinwiesen, dass sie für Disney+ ein komplett einzigartiges Passwort genutzt haben. Doch selbst wenn die Quelle der Informationen anderswo ist, hätte so etwas nicht passieren dürfen. Inzwischen ist es Standard, das zumindest beim ersten Login von einem bis dahin unbekannten Gerät eine Zwei-Faktor-Authentifizierung durchgeführt wird. Ein solches Sicherheitsmerkmal sucht man bei dem neuen Streaming-Angebot aber vergebens.
Siehe auch: Disney+ im Visier: Hacker konnten tausende Nutzerkonten übernehmen
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