Google wird (fast) zur Bank: Internetkonzern will Girokonten anbieten

Google, Bezahlsystem, Mobile Payment, Google Pay Bildquelle: Google
Google will zu einer Art Bank werden. In Kooperation mit einer Reihe von internationalen Finanzinstituten will der Internetkonzern offenbar ab dem nächsten Jahr eigene Girokonten für die Nutzer seiner Dienste einführen. Die grundlegenden Aufgaben rund um die Konten übernimmt allerdings nicht Google selbst. Wie das Wall Street Journal unter Berufung auf informierte Quellen aus dem Umfeld der beteiligten Firmen berichtet, plant Google für das Jahr 2020 die Einführung von sogenannten "Checking Accounts" für seine Nutzer. Dabei handelt es sich um eine Art Girokonto, das der Konzern den Nutzern seiner Dienste in Kooperation mit verschiedenen Banken anbieten will.

Bei Google läuft das Vorhaben unter dem Codenamen "Project Cache", wobei die Banken alle finanziellen und rechtlichen Aufgaben rund um die Konten übernehmen sollen. Anscheinend geht es auch in diesem Fall einmal mehr darum, Informationen über die Art und Weise zu sammeln, wie sich die Nutzer verhalten. Im Grunde will Google erfahren, wie die Kunden mit ihrem Geld umgehen.

Damit die Kunden dem Internetkonzern tatsächlich durch die Eröffnung eines "Google-Kontos" Einblick in ihr Konsumverhalten geben, plant der Konzern dem Vernehmen nach eine Vielzahl von Anreizen. Unter anderem soll es neben den einfachen Finanzdienstleistungen auch Treueprogramme und ähnliche Angebote geben, die die Nutzung attraktiver machen können. Außerdem prüft Google einen Verzicht auf die sonst üblichen Gebühren für die Unterhaltung der Konten.

Zu den ersten Partnern aus der Finanzwelt, mit denen Google für "Project Cache" zusammenarbeiten will, gehören unter anderem die Citigroup und eine kleinere Genossenschaftsbank. Für die Banken geht es angeblich darum, im Zuge der Kooperation mit Google jüngere Kunden zu erreichen, die gern auch digitale Dienste nutzen und ihre Ausgaben mit Hilfe von Online-Werkzeugen verwalten.

Ein Vertreter von Google war ausdrücklich bemüht, klarzustellen, dass man die bei der Nutzung der neuen Konten anfallenden Daten zum Konsumverhalten nicht zum Targeting von Werbemaßnahmen verwenden wird. Auch eine Weitergabe der Daten an Werbetreibende sei nicht vorgesehen. Dennoch dürfte es für den Internetgiganten, der für seine Datensammelwut bekannt ist, nicht unbedingt einfach werden, potenzielle Kunden davon zu überzeugen, Zugriff auf so sensible Daten zu erlauben. Smartphone, Google, Bezahlsystem, Mobile Payment, Google Pay Smartphone, Google, Bezahlsystem, Mobile Payment, Google Pay Google
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