Übernahme-Poker lohnt: Vodafone verdankt Unitymedia Umsatzsprung

Übernahmen sind für Unternehmen immer auch mit Risiken verbunden. Schaut man sich die aktuellen Geschäftszahlen von Vodafone an, ging die Wette um einen positiven Effekt der Übernahme von Unitymedia voll auf: Im ersten Halbjahr gibt es deshalb einen ordentlichen Umsatzsprung.
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Vodafone / Liberty Global

Die Übernahme von Unitymedia hat sich für Vodafone bisher voll gelohnt

Mobilfunkanbieter in Deutschland haben aktuell mit einer Stagnation im Mobilfunkmarkt zu kämpfen, wenn es darum geht, den Umsatz weiter anzukurbeln. Vodafone kann bei der Vor­stellung der Geschäftszahlen für das erste Halbjahr aber trotzdem ein deutliches Umsatzplus vermelden. Wie heise schreibt, teilt das Unternehmen am Dienstag in Düsseldorf mit, dass man im Jahresvergleich eine Steigerung 8,4 Prozent auf 4,96 Milliarden Euro erreichen konnte. Schaut man sich die Zahlen genauer an, zeichnet sich ein sehr klares Bild, welche Sparten aktuell das meiste für die Steigerung beitragen. Infografik: Das passiert in einer Minute im InternetDas passiert in einer Minute im Internet Der Umsatztreiber im letzten Halbjahr ist demnach ganz klar das Festnetzgeschäft. Hier konnte man mit 2,412 Milliarden Euro im Jahresvergleich 2,3 Prozent mehr Umsatz erzielen. Die Aufteilung der Anteile zeigt, welchen Wert für Vodafone dabei das Kabelnetz-Angebot hat: 1,557 Milliarden Euro wurden mit Kabelanschlüssen umgesetzt, DSL und VDSL kommen zusammen auf 864 Millionen. Mit der Übernahme von Unitymedia konnte man 57,7 Prozent mehr Festnetzkunden verbuchen. Mit 79,7 Prozent und 109,4 Prozent legten die Bereiche TV und Kabel dabei noch sehr viel deutlicher in Sachen Kundenzahl zu.

Integration gut, Mobilfunk schlecht

"Unsere Wachstumszahlen belegen: Der Ansatz 'alles aus einer Hand' kommt beim Kunden an. Jeden Tag haben wir in den letzten Wochen bis zu 1.000 DSL-Kunden auf unser superschnelles Kabelglasfaser-Netz gebracht", so der Vodafone Deutschland-CEO Hannes Ametsreiter. Dies sei auch der Tatsache geschuldet, dass die Inte­gration von Unitymedia in den Vodafone-Konzern sehr reibungslos abgelaufen sei.

Umsatz-technisches Sorgenkind bleibt für Vodafone das Geschäft mit dem Mobilfunk. Mit 2,549 Milliarden Euro kann der Konzern im Jahresvergleich in diesem Bereich 1,6 Prozent weniger umsetzen - und das bei einer Steigerung der Vertragskunden um 264.000. Ein Grund für den verzeichneten Umsatzrückgang: Vodafone hat im letzten Halbjahr weniger Netzkapazitäten an Drittanbieter vermietet.

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