Apple-Anwalt: Insider-Trading-Wächter wegen Insider-Handel angeklagt

In den USA ist ein Anwalt angeklagt worden, der bis zum letzten Jahr da­für zuständig war, den Insider-Handel mit Aktien des US-Computerkon­zerns Apple zu verhindern. Der Vorwurf gegen den Mann könnte eigent­lich kaum kurioser sein: ihm wird Insider-Handel vorgeworfen.
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Apple
Wie das US-Wirtschaftsportal CNBC berichtet, hat die Bundesanwaltschaft in New Jersey Anklage gegen den Anwalt Gene Levoff erhoben, dem man Insider-Trading vorwirft. Zu den Anklagepunkten gehört auch, dass Levoff illegal gehandelt hat, indem er Wissen aus dem Inneren von Apple genutzt hat, um sich auf diese Weise einen Vorteil bei Aktien-Deals zu verschaffen.

Insgesamt gibt es zwölf Fälle, in denen die US-Regierung Levoff vorwirft, betrügerisch gehandelt zu haben. In einer Mitteilung der Kläger ist davon die Rede, dass der Anwalt die Aktionäre und das betroffene Unternehmen letztlich betrogen haben soll, um sich in einem Fall 227.000 und in einem anderen Fall 377.000 US-Dollar unrechtmäßig zu verschaffen.

Angeklagter nutzte Apple-interne Informationen zum Aktienkauf

Der Anwalt nutzte dabei das nur firmenintern vorhandene Wissen, dass die jeweilige Firma hervorragende Quartalsergebnisse in Sachen Gewinn und Umsatz erwirtschaftet hatte. Er kaufte im Vorfeld der öffentlichen Bekanntgabe der Geschäftszahlen Aktien der Firma und verkaufte sie dann mit ordentlichen Gewinnen wieder, sobald der Gesamtmarkt auf die Neuigkeiten zu den Finanzen des Unternehmens reagierte und den Aktienkurs steigen ließ.

Dass es sich bei der in der Klageschrift nicht namentlich genannten Firma um Apple handelt, wird deutlich, wenn man Parallelen zwischen den dort gemachten Angaben und den Fakten zu Levoffs früherer Laufbahn zieht. So spricht auch die US-Bundesanwaltschaft davon, dass der Angeklagte für die Maßnahmen zur Verhinderung gegen Insider-Handel mit Aktien des Unternehmens verantwortlich war. Genau diese Aufgabe hatte Levoff innerhalb von Apple.

Er war einer der Top-Anwälte des Konzerns und wurde bereits im Februar 2018 erstmals von den amerikanischen Behörden belangt. Apple ließ damals verlauten, dass man nach Bekanntwerden der Vorwürfe eine ausführliche interne Untersuchung einleitete, auf die dann im Herbst 2018 die Entlassung von Levoff erfolgte. Weil die US-Strafverfolger dem Anwalt kriminelles Handeln vorwerfen, drohen ihm jetzt für jeden der Anklagepunkte eine maximale Strafe in Höhe von 20 Jahren Haft und Geldstrafen.
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