"Apple hat mich schwul gemacht":
Russe lässt absurde Klage fallen
Es gibt ja immer wieder Klagen, die man freundlich gesagt als merkwürdig beschreiben kann, meistens ist der Schauplatz dabei die USA. Ein Russe hat aber vor rund zwei Wochen den Vogel abgeschossen und behauptet, dass ihn sein iPhone schwul gemacht habe.
In Russland ist Homosexualität zwar nicht grundsätzlich verboten, dennoch ist gleichgeschlechtliche Liebe mit vielen Ressentiments verbunden. Ein Mann wollte davon offenbar profitieren und zwar mit einer Klage, die absurder nicht sein könnte. Denn der Vorwurf, mit dem sich die Rechtsabteilung von Apple beschäftigen musste (und der wohl auch so manchen Lacher zur Folge hatte), war, sagen wir mal, "kreativ".
Der Mann namens D. Razumilov hat nämlich behauptet, beim Erwerb von Kryptowährung statt der verbreiteten und gewünschten Bitcoins die so genannten GayCoins erhalten zu haben (69 davon!). Wie die Moscow Times damals berichtete, war der "schwulen Kryptowährung" eine Nachricht angehängt, die dem Mann mitteilte: "Urteile nicht, bevor Du es nicht versucht hast."
Daraufhin verklagte Razumilov Apple, weil der Konzern ihn "manipulativ zur Homosexualität gedrängt" habe. Als Entschädigung wollte er eine Million Rubel (rund 14.000 Euro). Doch daraus wird nun doch nichts. Denn am heutigen ersten Verhandlungstag wurde Razumilov und seiner Anwältin hinter verschlossenen Türen mitgeteilt (via derStandard), dass die Klage wohl eher weniger Aussicht auf Erfolg hat (vermuten wir - freundlich formuliert). Offiziell teilte Anwältin Sapischat Gusniewa mit, dass man die Klage fallenlässt, weil ihr Mandant das Medieninteresse scheue.
Der Mann namens D. Razumilov hat nämlich behauptet, beim Erwerb von Kryptowährung statt der verbreiteten und gewünschten Bitcoins die so genannten GayCoins erhalten zu haben (69 davon!). Wie die Moscow Times damals berichtete, war der "schwulen Kryptowährung" eine Nachricht angehängt, die dem Mann mitteilte: "Urteile nicht, bevor Du es nicht versucht hast."
Gute Idee, mal ausprobieren
Diesen Hinweis befolgte der Kläger auch und gab zu, dass er tatsächlich kein Urteil abgeben könne und befolgte den Rat. Er probierte es also aus, fand unfreiwillig Gefallen daran und könne nun nicht mehr aus eigenem Willen diese Beziehung aufgeben, so der Vorwurf. Er habe seit zwei Monaten einen fixen Freund, könne das aber nicht seinen Eltern erklären: "Nach dem Empfang dieser Nachricht hat sich mein Leben zum Schlechteren gewendet und es wird nie wieder normal sein."Daraufhin verklagte Razumilov Apple, weil der Konzern ihn "manipulativ zur Homosexualität gedrängt" habe. Als Entschädigung wollte er eine Million Rubel (rund 14.000 Euro). Doch daraus wird nun doch nichts. Denn am heutigen ersten Verhandlungstag wurde Razumilov und seiner Anwältin hinter verschlossenen Türen mitgeteilt (via derStandard), dass die Klage wohl eher weniger Aussicht auf Erfolg hat (vermuten wir - freundlich formuliert). Offiziell teilte Anwältin Sapischat Gusniewa mit, dass man die Klage fallenlässt, weil ihr Mandant das Medieninteresse scheue.
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