Neuer SWR-Chef: Tuchfühlung mit Netflix & mehr Geld für Journalismus
Der kommende Chef des öffentlich-rechtlichen Senders SWR will nach seinem Amtsantritt etwas neuen Schwung in die etwas angestaubte Sendeanstalt bringen. Er hat unter anderem Ideen, wo man Geld einsparen könnte, um es besser in den Journalismus zu investieren. Und auch eine Kooperation mit Netflix sei kein No-Go.
Kai Gniffke stand bisher an der Spitze der Nachrichtenabteilung der ARD und war somit Leiter von Tagesschau und Co. Ab dem 1. September ist er dann der neue Intendant des SWR. Wie er vor dem Beginn seines neuen Jobs gegenüber der Nachrichtenagentur DPA erklärte, wolle er dann unter anderem die technischen Produktionsabläufe hinterfragen. Oft genug würde hier an alten Gewohnheiten festgehalten, die aus technischer Sicht teils gar nicht mehr notwendig sind und einfach nur eine Menge Geld verschlingen.
Als Beispiel führte Gniffke die schnelle Berichterstattung von Orten aktueller Geschehnisse an. Wenn etwas passiert rückt derzeit in der Regel immer noch ein kompletter Ü-Wagen mit umfangreicher Technik, professionellen Kameras und dem entsprechenden Stab aus. In vielen Fällen würde es allerdings völlig ausreichen, einen Reporter mit einem Assistenten und einem Smartphone mit Breitband-Verbindung loszuschicken. Denn mit den modernen Geräten ließen sich ebenfalls kurze Live-Schaltungen in ordentlicher Qualität durchführen.
Mehr bieten will der SWR aber auch bei Serien und Dokumentationen. Hier kann sich Gniffke im Prinzip sogar eine Zusammenarbeit mit dem US-Konzern Netflix vorstellen, der ansonsten eher als Konkurrent gesehen wird. Gemeinsam mit Sky habe man aber auch schon positive Erfahrungen bei der Arbeit an "Babylon Berlin" gewonnen.
Als Beispiel führte Gniffke die schnelle Berichterstattung von Orten aktueller Geschehnisse an. Wenn etwas passiert rückt derzeit in der Regel immer noch ein kompletter Ü-Wagen mit umfangreicher Technik, professionellen Kameras und dem entsprechenden Stab aus. In vielen Fällen würde es allerdings völlig ausreichen, einen Reporter mit einem Assistenten und einem Smartphone mit Breitband-Verbindung loszuschicken. Denn mit den modernen Geräten ließen sich ebenfalls kurze Live-Schaltungen in ordentlicher Qualität durchführen.
Mehr Geld für guten Journalismus
Und auch bei einigen regelmäßig ausgestrahlten Sendungen werden seiner Ansicht nach weniger Leute für die Produktion benötigt, ohne die Qualität herunterzufahren. So soll es letztlich möglich werden, Geld einzusparen, ohne das Programm zusammenzustutzen. Das so frei werdende Geld will Gniffke vor allem in einem besseren Journalismus investieren. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist heute immerhin eine der wenigen Institutionen, die noch über die Ressourcen verfügen, um Journalisten auch auf längere und tiefergehende Recherchen anzusetzen.Mehr bieten will der SWR aber auch bei Serien und Dokumentationen. Hier kann sich Gniffke im Prinzip sogar eine Zusammenarbeit mit dem US-Konzern Netflix vorstellen, der ansonsten eher als Konkurrent gesehen wird. Gemeinsam mit Sky habe man aber auch schon positive Erfahrungen bei der Arbeit an "Babylon Berlin" gewonnen.
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