Google entdeckt gleich sechs iOS-Lücken, eine immer noch ungepatcht
Googles Project Zero ist inzwischen einer der wichtigsten Akteure, wenn es darum geht, Sicherheitslücken und Schwachstellen aufzudecken. Dabei informiert man zunächst die Hersteller, erst nach einer bestimmten Zeit werden Lücken veröffentlicht. Zuletzt hatte Google sechs iOS-Schwachstellen im Visier, eine hält man aber noch zurück, da sie immer noch offen ist.
Apple hat vor gut einer Woche iOS 12.4 freigegeben und der kalifornische Konzern hat im Zuge dieses Update gleich fünf Schwachstellen im iMessage-Client geschlossen. Diese hat nun das Project Zero von Google enthüllt, genauer gesagt gehen sie auf das Konto von Natalie Silvanovich und Samuel Groß (via ZDNet).
Alle Schwachstellen werden als "interaktionslos" bezeichnet, das bedeutet, dass sie ohne zusätzliche Interaktion vom Nutzer funktionieren. Konkret heißt das, dass in vier Fällen ein Angreifer eine Nachricht mit Schadcode senden kann und auf einem ungepatchten Smartphone diese ausgeführt werden, sobald der Nutzer diese öffnet. Bei zwei der Schwachstellen kommt ein Speicher-Exploit zum Einsatz.
Silvanovich wird übrigens nächste Woche auf der Hacker- und Sicherheits-Konferenz Black Hat einen Vortrag dazu halten und über solche interaktionslosen iPhone-Schwachstellen sprechen. Laut der Sicherheitsforscherin gebe es dazu schon seit langem "Gerüchte", diese konnten nun bewiesen werden. Für iOS-Nutzer ist deren Entdeckung ein Glücksfall, da diese Lücken in den Händen von Übeltätern ziemlich gefährlich sein könnten.
Alle Schwachstellen werden als "interaktionslos" bezeichnet, das bedeutet, dass sie ohne zusätzliche Interaktion vom Nutzer funktionieren. Konkret heißt das, dass in vier Fällen ein Angreifer eine Nachricht mit Schadcode senden kann und auf einem ungepatchten Smartphone diese ausgeführt werden, sobald der Nutzer diese öffnet. Bei zwei der Schwachstellen kommt ein Speicher-Exploit zum Einsatz.
Eine noch nicht gepatcht
Die Details zu einer der insgesamt sechs Schwachstellen hält Google noch zurück, da Apple noch an einem Patch arbeitet. Wer iOS 12.4 noch nicht installiert hat, der sollte das schleunigst tun. Denn Project Zero hat dazu auch Proof-of-Concept-Code veröffentlicht (der aber natürlich nicht direkt für Angriffe verwendet werden kann), was aber zeigt, dass die Sache ernstgenommen werden muss.Silvanovich wird übrigens nächste Woche auf der Hacker- und Sicherheits-Konferenz Black Hat einen Vortrag dazu halten und über solche interaktionslosen iPhone-Schwachstellen sprechen. Laut der Sicherheitsforscherin gebe es dazu schon seit langem "Gerüchte", diese konnten nun bewiesen werden. Für iOS-Nutzer ist deren Entdeckung ein Glücksfall, da diese Lücken in den Händen von Übeltätern ziemlich gefährlich sein könnten.
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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