US-Präsidentschaftskandidat Bernie Sanders (77) wird Twitch-Streamer
Der zu Amazon gehörende Spiele-Streaming-Dienst Twitch hat in den letzten Jahren einen rasanten Aufstieg hingelegt. Vor allem bei Jüngeren ist das in erster Linie für Gaming-Streams bekannte Angebot populär. Bernie Sanders, der sich abermals für das Amt des US-Präsidenten bewirbt, hat dort ebenfalls einen Kanal.
Man kann aber davon ausgehen, dass der immerhin schon 77 Jahre alte Politiker auf seinem neu eingerichteten Twitch-Kanal eher nicht mit Fortnite- oder League of Legends-Übertragungen auffallen wird. Denn der für die Demokratische Partei antretende (aber an sich parteilose) Senator will auf Twitch Themen seiner Kampagne und auch der Tagespolitik ansprechen und so junge Menschen für seine Sache begeistern.
Wie Recode berichtet, will Sanders' Team nicht nur auf Twitch aktiv sein, sondern ähnliche Live-Streams auch auf Facebook und YouTube anbieten. The Bern, wie der Politiker von seinen Anhängern auch gerne genannt wird, soll seine Auftritte dort nicht alleine absolvieren, er will mit Mitarbeitern und anderen Gästen über politische Themen sprechen.
Die Wahl auf Twitch fiel aber nicht ausschließlich aufgrund der potenziellen Reichweite des Streaming-Dienstes: Josh Miller-Lewis, der für die digitalen Aspekte der Sanders-Kampagne verantwortlich ist, sagte, dass man bewusst auch ein Publikum anzapfen will, das auf einer Plattform unterwegs ist, die nicht für viele politische Inhalte bekannt ist.
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Wie Recode berichtet, will Sanders' Team nicht nur auf Twitch aktiv sein, sondern ähnliche Live-Streams auch auf Facebook und YouTube anbieten. The Bern, wie der Politiker von seinen Anhängern auch gerne genannt wird, soll seine Auftritte dort nicht alleine absolvieren, er will mit Mitarbeitern und anderen Gästen über politische Themen sprechen.
Bei Jungen beliebt
Im Fall von Bernie Sanders ist der Versuch, junge Wähler über Social-Media-Kanäle zu erreichen, auch alles andere als aufgesetzt. Denn der Politiker, der seit 2007 den Bundesstaat Vermont im US-Senat vertritt, ist bei jungen Menschen sehr populär, auch bzw. vor allem, weil er sehr linke Positionen vertritt. So nimmt er bei Themen wie allgemeiner Gesundheitsversorgung, Abtreibung, Waffenbesitz und Arbeit klar soziale und liberale Standpunkte ein und wird dafür geschätzt, dass er seine Meinung nicht nach dem Wind der aktuellen Umfragen ausrichtet.Die Wahl auf Twitch fiel aber nicht ausschließlich aufgrund der potenziellen Reichweite des Streaming-Dienstes: Josh Miller-Lewis, der für die digitalen Aspekte der Sanders-Kampagne verantwortlich ist, sagte, dass man bewusst auch ein Publikum anzapfen will, das auf einer Plattform unterwegs ist, die nicht für viele politische Inhalte bekannt ist.
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