Bill Gates kritisiert Trump und Sanders scharf, ist gegen "Brexit"
Der Microsoft-Co-Gründer ist auch noch in seinem Mehr-oder-weniger-Ruhestand ein gerngesehener Interview-Partner und wird dabei nicht nur auf Microsoft oder Technik angesprochen. Aktuell wollte man seine Meinung zu den US-Vorwahlen und vor allem Donald Trump wissen, auch die Abstimmung über den möglichen britischen Austritt aus der EU war ein Thema.
Bill Gates hat in einem Interview mit der Financial Times Donald Trump scharf attackiert. Trump, der sich als Kandidat der Republikaner für die US-Präsidentschaft bewirbt, hat sich auch im Zuge des Wahlkampfs mehrfach zu wirtschaftlich-technologischen Fragen geäußert. In seinen typischen markigen Worten hat Trump beispielsweise gefordert, dass Apple "Computer und Zeug" wieder in den USA herstellt.
Doch auch für die (nicht ganz so lautstarke) Argumentation des Demokraten Bernie Sanders hatte Gates Kritik übrig. Denn auch der Kontrahent Hillary Clintons wünscht sich, dass die Hersteller wieder mehr Hardware in den USA produzieren. Gates, der sich bereits für Clinton ausgesprochen hat, meinte, dass Trump und Sanders mit solchen Aussagen damit die moderne US-Wirtschaft fundamental missverstehen würden.
Siehe auch: Bill Gates stellt für Reddit-AMA berühmtes Highschool-Foto nach Infografik: Bill Gates - Das Leben des Microsoft-Gründers
"Fundamental missverstanden"
Laut Gates habe derartiger Protektionismus Trumps nichts mit der wirtschaftlichen Realität der USA zu tun. Der Microsoft-Co-Gründer sagte, dass die Vereinigten Staaten "mit Abstand am meisten von der Globalisierung" profitierten. Deshalb würde man im Falle einer Behinderung des internationalen Handels auch den größten Schaden erleiden, so Gates.Doch auch für die (nicht ganz so lautstarke) Argumentation des Demokraten Bernie Sanders hatte Gates Kritik übrig. Denn auch der Kontrahent Hillary Clintons wünscht sich, dass die Hersteller wieder mehr Hardware in den USA produzieren. Gates, der sich bereits für Clinton ausgesprochen hat, meinte, dass Trump und Sanders mit solchen Aussagen damit die moderne US-Wirtschaft fundamental missverstehen würden.
Brexit für alle schlecht
Der langjährige Microsoft-CEO wurde auch auf die Abstimmung am 23. Juni in Großbritannien angesprochen, den so genannten Brexit. Dazu betonte Gates zunächst, dass er natürlich kein "britischer Wähler" sei und deshalb auch nicht mitentscheide. Allerdings überwiegen seiner Meinung nach die Vorteile eines Verbleibs der Briten in der EU "bei weitem" einem Austritt. Auch für die EU und die gesamte Welt wäre ein Brexit ein großer Nachteil.Siehe auch: Bill Gates stellt für Reddit-AMA berühmtes Highschool-Foto nach Infografik: Bill Gates - Das Leben des Microsoft-Gründers
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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