Neue Tarife schöngerechnet:
Spotify will jetzt Geld von Musikern zurück
Der Musik-Streamer Spotify ist der Ansicht, dass man im vergangenen Jahr viel zu viel Geld an Musiker ausgeschüttet hat. Und dies ist nicht nur das übliche Wehklagen in der Auseinandersetzung um die Entgelte. Das Unternehmen will das Geld tatsächlich zurückhaben, wie aus einem Bericht des Branchenmagazins MusicBusiness Worldwide hervorgeht.
Infografik: So viel zahlende Kunden hat Spotify
Die Sache ist letztlich das Ergebnis aktueller Tarife, die das Copyright Royalty Board (CBR) für den US-Markt festgesetzt hat. Dieses agiert als eine Art unabhängige Schiedsstelle zwischen Rechteinhabern und Diensteanbietern. Hier wurde entschieden, dass die Streaming-Vergütungen ab dem vergangenen Jahr bis zum Jahr 2022 schrittweise um insgesamt 44 Prozent steigen sollen. Als kleinen Ausgleich gibt es Festlegungen für Familien- und Studenten-Zugänge zu den Streaming-Diensten, bei denen geringere Preise zu entrichten sind.
Spotify wehrt sich aber gemeinsam mit einigen anderen Services gegen die Tariferhöhung. Gemeinsam mit Amazon, Google und Pandora legte man im März Widerspruch gegen die Festsetzung ein, während Apple als einziger großer Streaming-Anbieter keine Einwände hatte. Spotify-Vertreter erklärten auch offen, dass die Tarife in der vorliegenden Form zwar akzeptiert werden müssen, da sie quasi gesetzesähnliche Wirkung haben, doch wolle man sie eben nicht einfach so hinnehmen.
Auch bei Spotify geht man nun nicht davon aus, dass die Musikunternehmen jetzt lauter kleine Rechnungen an jeden einzelnen Musiker schreiben, um die bereits ausgeschütteten Gelder wieder einzusammeln. Allerdings heißt es wohl, dass dann eben für dieses Jahr entsprechend geringere Beträge überwiesen werden sollen.
Siehe auch: Spotify gegen Apple-Steuer: EU startet wohl Kartelluntersuchung
Infografik: So viel zahlende Kunden hat Spotify
Die Sache ist letztlich das Ergebnis aktueller Tarife, die das Copyright Royalty Board (CBR) für den US-Markt festgesetzt hat. Dieses agiert als eine Art unabhängige Schiedsstelle zwischen Rechteinhabern und Diensteanbietern. Hier wurde entschieden, dass die Streaming-Vergütungen ab dem vergangenen Jahr bis zum Jahr 2022 schrittweise um insgesamt 44 Prozent steigen sollen. Als kleinen Ausgleich gibt es Festlegungen für Familien- und Studenten-Zugänge zu den Streaming-Diensten, bei denen geringere Preise zu entrichten sind.
Spotify wehrt sich aber gemeinsam mit einigen anderen Services gegen die Tariferhöhung. Gemeinsam mit Amazon, Google und Pandora legte man im März Widerspruch gegen die Festsetzung ein, während Apple als einziger großer Streaming-Anbieter keine Einwände hatte. Spotify-Vertreter erklärten auch offen, dass die Tarife in der vorliegenden Form zwar akzeptiert werden müssen, da sie quasi gesetzesähnliche Wirkung haben, doch wolle man sie eben nicht einfach so hinnehmen.
Dieses Jahr gibt es weniger
Und im Hintergrund tut Spotify das auch nicht. Das Unternehmen nutzt die Ausnahmeregelungen, um die Berechnungen zu den Zahlungen, die den Musikern und anderen Rechteinhabern zustehen, zu eigenen Gunsten zurechtzurechnen. Im Ergebnis kommt man zu dem Schluss, letztes Jahr zu viel überwiesen zu haben. "Das bringt einige Musik-Publisher in die Situation, Schulden bei ihnen zu haben. Das ist unglaublich", zitiert das Magazin einen Manager aus der Musikindustrie.Auch bei Spotify geht man nun nicht davon aus, dass die Musikunternehmen jetzt lauter kleine Rechnungen an jeden einzelnen Musiker schreiben, um die bereits ausgeschütteten Gelder wieder einzusammeln. Allerdings heißt es wohl, dass dann eben für dieses Jahr entsprechend geringere Beträge überwiesen werden sollen.
Siehe auch: Spotify gegen Apple-Steuer: EU startet wohl Kartelluntersuchung
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