Kartellamt warnt: Mit diesen Tricks arbeiten viele Vergleichsportale
Seit Jahren hat das Kartellamt Vergleichsportale im Visier und kritisiert dabei auch immer wieder die Praktiken, mit denen unaufmerksame Nutzer übervorteilt werden. Jetzt hat das Amt einmal mehr eine Warnung ausgesprochen: Verbraucher sollen bei der Nutzung der Portale unbedingt auf bestimmte Tricks der Betreiber achten.
Das Resümee der aktuellen Untersuchung: "Mit Vergleichsportalen können Verbraucher sich schneller im Netz zurechtfinden und bessere und günstigere Leistungen finden. Wir haben aber auch verbraucherunfreundliche Tricks mancher Portale aufgezeigt. Verbraucher sollten darauf achten, wie ein Ranking tatsächlich zustande kommt oder ob in den Vergleich auch möglichst viele Angebote eingeflossen sind. Verbraucher sollten sich nicht unter Druck setzen lassen von angeblichen Knappheiten oder Exklusivangeboten, die vielleicht gar keine sind", so der Kartellamtschef Andreas Mundt zum Abschlussbericht seiner Sektoruntersuchung zu Vergleichsportalen im Internet.
Wie dem Bericht zu entnehmen ist, sehen die Kartellwächter aktuell sieben Problemfelder bei Vergleichsportalen:
Einige Vergleichsportale nutzen allerhand Tricks, um Nutzer zu täuschen
Ein Blick in das WinFuture "Handel & E-Commerce"-Special zeigt sehr schnell: Das Bundeskartellamt beschäftigt sich seit Jahren mit den Vergleichsportalen und muss dabei auch immer wieder feststellen, dass manche Anbieter sehr zweifelhafte Praktiken nutzen, um ihre Angebote an den Mann zu bringen. Jetzt meldet sich das Kartellamt laut Golem einmal mehr zu Wort und spricht eine Warnung aus: Man sollte nur sehr vorsichtig mit den Angeboten umgehen.Das Resümee der aktuellen Untersuchung: "Mit Vergleichsportalen können Verbraucher sich schneller im Netz zurechtfinden und bessere und günstigere Leistungen finden. Wir haben aber auch verbraucherunfreundliche Tricks mancher Portale aufgezeigt. Verbraucher sollten darauf achten, wie ein Ranking tatsächlich zustande kommt oder ob in den Vergleich auch möglichst viele Angebote eingeflossen sind. Verbraucher sollten sich nicht unter Druck setzen lassen von angeblichen Knappheiten oder Exklusivangeboten, die vielleicht gar keine sind", so der Kartellamtschef Andreas Mundt zum Abschlussbericht seiner Sektoruntersuchung zu Vergleichsportalen im Internet.
Wie dem Bericht zu entnehmen ist, sehen die Kartellwächter aktuell sieben Problemfelder bei Vergleichsportalen:
- Im Bereich Versicherungen und Hotels werden demnach teilweise wichtige Anbieter nicht in den Vergleich einbezogen. Nur wenige Portale weisen auf diese Praktik hin.
- Bei Hotels wird das Ranking durch die Portale auch abhängig von der Provision vorgenommen. Wird das Ranking als Empfehlung dargestellt, "kann dies den Verbraucher in die Irre führen".
- Im Bereich Energie ist es bei einigen Portalen übliche Praxis, beim Erstranking bestimmte Angebote auszublenden, weil keine Provision von den Anbietern bezahlt wird.
- Beim Vergleich von Energie- und Telekommunikationstarifen ist es sehr üblich, dass vor der Angebotsliste bezahlte Rankingplätze verkauft werden. Diese sind oft für Verbraucher nicht als solche zu erkennen.
- Portale versuchen mit Hinweisen auf "Knappheiten, Vorteile oder Exklusivangebote" Verbraucher unter Druck zu setzen und wecken falsche Erwartungen. Dies sei vor allem bei Reiseportalen übliche Praxis.
- Bewertungen werden in der Regel nur von Nutzern erlaubt, die über die Portale einen Abschluss getätigt haben. Das Kartellamt sieht zwar den Vorteil, dass so Fälschungen erschwert werden, allerdings sei so die "Bewertungsbreite eingeschränkt".
- Dass viele Vergleichsportalen bei Datenbasis und Tarifrechnern kooperieren, kann dazu führen, dass "gleiche Suchergebnisse bei vermeintlich eigenständigen Portalen vom Verbraucher irrig als Bestätigung der Empfehlungen interpretiert werden".
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