Empathie-Test: Roboter liegen Probanden mehr am Herz als Menschen
Empathie ist einer der wichtigsten sozialen Skills, Menschen sind in ihrer Fähigkeit, Motive zu erkennen und Motivationen zu verstehen und nachzuempfinden aber nicht exklusiv auf andere Mitmenschen beschränkt - im Gegenteil: Bei einer Studie der Uni München zeigte sich, dass das Mitgefühl für menschenähnliche Roboter so weit reichen kann, dass dabei Menschenleben hintenanstehen.
Wie Nijssen zum Versuchsaufbau erläutert, waren die Probanten vor ein sogenanntes moralisches Dilemma gestellt: "Würden sie einen Einzelnen in Lebensgefahr bringen, um eine Gruppe verletzter Menschen zu retten?" Das Studienteam hatte dabei unterschiedliche Szenarien vorgegeben, bei denen mal ein Mensch, mal ein humanoider Roboter mit menschlichen Zügen und mal klar erkennbar ein Roboter im Mittelpunkt der Überlegung stand.
Wie die Studienmacher schreiben, haben ihre Ergebnisse klar aufgezeigt, dass das moralische Dilemma sich immer mehr zuspitzte, "je mehr der Roboter einem Menschen ähnelte". Schon eine kurze Darstellung als "mitfühlendes Wesen oder als Wesen mit eigenen Erfahrungen hätte dazu geführt, dass die Bereitschaft der Probanden stark sank, diesen zu opfern, um Menschenleben zu retten". "Das weist darauf hin, dass dem Roboter eine Art moralischer Status zugesprochen wurde. Eine mögliche Implikation ist, dass wir vorsichtig sein sollten, Roboter immer menschenähnlicher zu machen. Dies könnte mit ihrer eigentlichen Funktion, Menschen zu helfen, kollidieren", so Paulus.
Das moralische Experiment zwischen Mensch und Maschine
Die Fragestellung der Uni München war bei ihrer Studie dabei relativ einfach: "Wir haben untersucht, inwieweit Erwachsene bereit sind, Roboter zu opfern, um Menschen zu retten", so Sari Nijssen von der Radboud University in Nijmegen, Niederlande, der die Studie zusammen mit Markus Paulus, Professor für Entwicklungspsychologie an der LMU und einem Team an Wissenschaftlern durchgeführt hatte. In ihrem angeschlossenen Bericht gibt die Überschrift "Roboter lebt, Mensch kaputt" schon einen Hinweis darauf, welche Ergebnisse die Wissenschaftler dabei erhielten. Die Ergebnisse wurden auch in der Fachzeitschrift Social Cognition veröffentlicht.Wie Nijssen zum Versuchsaufbau erläutert, waren die Probanten vor ein sogenanntes moralisches Dilemma gestellt: "Würden sie einen Einzelnen in Lebensgefahr bringen, um eine Gruppe verletzter Menschen zu retten?" Das Studienteam hatte dabei unterschiedliche Szenarien vorgegeben, bei denen mal ein Mensch, mal ein humanoider Roboter mit menschlichen Zügen und mal klar erkennbar ein Roboter im Mittelpunkt der Überlegung stand.
Wie die Studienmacher schreiben, haben ihre Ergebnisse klar aufgezeigt, dass das moralische Dilemma sich immer mehr zuspitzte, "je mehr der Roboter einem Menschen ähnelte". Schon eine kurze Darstellung als "mitfühlendes Wesen oder als Wesen mit eigenen Erfahrungen hätte dazu geführt, dass die Bereitschaft der Probanden stark sank, diesen zu opfern, um Menschenleben zu retten". "Das weist darauf hin, dass dem Roboter eine Art moralischer Status zugesprochen wurde. Eine mögliche Implikation ist, dass wir vorsichtig sein sollten, Roboter immer menschenähnlicher zu machen. Dies könnte mit ihrer eigentlichen Funktion, Menschen zu helfen, kollidieren", so Paulus.
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