Funklöcher: Bundespräsident hält Brandrede für den ländlichen Raum
Der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich in einer Rede laut darüber beklagt, dass hierzulande vor allem im ländlichen Raum immer noch eine mangelnde Mobilfunkabdeckung herrscht. Das Staatsoberhaupt ist sich sicher: "Das müsste in Deutschland doch wirklich besser klappen! Höchste Zeit, dass sich da etwas tut!"
Wie Steinmeier ausführt, sei es die Aufgabe des Staates, eine entsprechend gute Infrastruktur zu gewährleisten, denn "eine gute Infrastruktur ist mehr als Daseinsvorsorge, sie ist Dableibevorsorge". Diese Aufgabe sehr ernst zu nehmen, sei auch der Tatsache geschuldet, dass die Fläche Deutschlands zu 90 Prozent aus ländlich geprägten Gebieten besteht und die Mehrheit der Deutschen auf dem Land wohnt. "Rund die Hälfte unserer Wirtschaftskraft wird hier geschaffen. Und jeder zweite Arbeitsplatz hängt an Betrieben, die außerhalb der Städte den Menschen eine Perspektive geben."
Dabei ist sich das Staatsoberhaupt sicher, dass nach 4G auch der kommende Mobilfunkstandard 5G nicht alleine die erhoffte Lösung bringen kann, trotzdem sei auch hier ein gezielter Aufbau auf dem Land wichtig: "5G allein wird den ländlichen Raum nicht zukunftsfest machen, aber der ländliche Raum darf keinesfalls komplett von technischen Entwicklungen abgehängt werden", so Steinmeier. "Dem Staat dürfen seine Bürger nicht weniger wert sein, nur weil sie auf dem Land wohnen!"
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Der Bundespräsident sieht vor lauter Funklöchern rot
Die Diskussion zur digitalen Infrastruktur in Deutschland wird seit Jahren hitzig geführt. Jetzt hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zur Eröffnung des Zukunftsforums Ländliche Entwicklung in Berlin in einer Rede seinem Unmut über die Entwicklung Ausdruck verliehen - diese ist auf der Webseite des Bundespräsidenten (via heise) in voller Länge einsehbar. "Niemand käme bei zu wenigen Menschen in einem Dorf auf die Idee, die Elektrizität oder die Wasserversorgung abzustellen. Und genauso wie Strom und Wasser gehört schnelles Internet heute zur Grundversorgung!" Aus eigener Erfahrung wisse er aber: "Zu viele Orte liegen im Funkloch." Infografik: Selbst 4G ist in Deutschland noch nicht wirklich angekommen
Wie Steinmeier ausführt, sei es die Aufgabe des Staates, eine entsprechend gute Infrastruktur zu gewährleisten, denn "eine gute Infrastruktur ist mehr als Daseinsvorsorge, sie ist Dableibevorsorge". Diese Aufgabe sehr ernst zu nehmen, sei auch der Tatsache geschuldet, dass die Fläche Deutschlands zu 90 Prozent aus ländlich geprägten Gebieten besteht und die Mehrheit der Deutschen auf dem Land wohnt. "Rund die Hälfte unserer Wirtschaftskraft wird hier geschaffen. Und jeder zweite Arbeitsplatz hängt an Betrieben, die außerhalb der Städte den Menschen eine Perspektive geben."
Dabei ist sich das Staatsoberhaupt sicher, dass nach 4G auch der kommende Mobilfunkstandard 5G nicht alleine die erhoffte Lösung bringen kann, trotzdem sei auch hier ein gezielter Aufbau auf dem Land wichtig: "5G allein wird den ländlichen Raum nicht zukunftsfest machen, aber der ländliche Raum darf keinesfalls komplett von technischen Entwicklungen abgehängt werden", so Steinmeier. "Dem Staat dürfen seine Bürger nicht weniger wert sein, nur weil sie auf dem Land wohnen!"
Unterschiede bleiben
Dabei ist auch dem Bundespräsidenten klar, dass sich Unterschiede zwischen Stadt und Land in vielen Bereichen nicht einfach so einebnen lassen: "Das liegt in der Natur der Sache. ‘Gleichwertige Lebensverhältnisse' - dieser Begriff steht in unserem Grundgesetz - bedeuten nicht gleiche Lebensverhältnisse." Eines sei aus seiner Sicht aber auch ganz klar: "Wo immer Menschen leben und arbeiten, brauchen sie schnelles Internet", so Steinmeier.Jeder kann mitmelden Funkloch-App der Bundesnetzagentur
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