Vorsicht Phishing: Apple lässt sich ein "dum" für ein "d" vormachen
Auf ein kurioses Problem für Apple-Nutzer machen jetzt die Forscher des Tencent Security Labs aufmerksam. Wer nicht die aktuellsten Sicherheits-Patches installiert hat, könnte demnach Opfer eines so genannten IDN-Homograph-Phishing-Angriffs werden.
Es geht dabei um Domain-Namen, bei denen von Betrügern die normal verwendeten Buchstaben durch länderspezifische Zeichen ausgetauscht werden, wie das Online-Magazin ZDNet berichtet. In dem konkreten Fall geht es um das kleine d, das mit einem d mit Unterstrich ausgetauscht wird, dem lateinischen Kleinbuchstaben Dum. Ältere bekannte IDN-Homograph-Phishing-Versuche liefen häufig mit dem Austausch von Buchstaben oder Zahlen, die dem Nutzer durch bestimmte verwendete Schriftarten nicht immer gleich auffielen, wie zum Beispiel "rnicrosoft.com", wo das "m" am Anfang durch ein "r" und "n" ausgetauscht wurde oder G00GLE.COM, bei dem zwei Nullen die Buchstaben O ersetzten.
Wird Unicode nicht richtig angezeigt, kann es zu einem Sicherheitsproblem führen
Laut den Erkenntnissen der Tencent-Forscher ignorierten die Apple-Betriebssysteme den Unterschied im Grunde bis zu einem Sicherheitsupdate im Juli, wodurch Betrügern Tür und Tor geöffnet wurden. Betroffen sind iOS, macOS, tvOS und watchOS, die die Unicode-Zeichen nicht korrekt darstellen. Für Phishing-Attacken bedeutet das, dass Nutzer problemlos auf extra angelegte Domainnamen mit dem lateinischen Dum gelockt werden können, ohne dass sie in der Adresszeile des Browsers den Betrug entdecken können.
Die Sicherheitslücke [CVE-2018-4277] wurde bereits Anfang des Jahres entdeckt, inwiefern sie ausgenutzt wird, ist derzeit nicht klar.
Nutzer, die die Updates vom Juli noch nicht installiert haben, sind noch immer anfällig für Phishing-Angriffe, daher sollten Apple-Nutzer dringend ihren Update-Status kontrollieren.
Siehe auch:
Wird Unicode nicht richtig angezeigt, kann es zu einem Sicherheitsproblem führen
Laut den Erkenntnissen der Tencent-Forscher ignorierten die Apple-Betriebssysteme den Unterschied im Grunde bis zu einem Sicherheitsupdate im Juli, wodurch Betrügern Tür und Tor geöffnet wurden. Betroffen sind iOS, macOS, tvOS und watchOS, die die Unicode-Zeichen nicht korrekt darstellen. Für Phishing-Attacken bedeutet das, dass Nutzer problemlos auf extra angelegte Domainnamen mit dem lateinischen Dum gelockt werden können, ohne dass sie in der Adresszeile des Browsers den Betrug entdecken können.
Die Sicherheitslücke [CVE-2018-4277] wurde bereits Anfang des Jahres entdeckt, inwiefern sie ausgenutzt wird, ist derzeit nicht klar.
Ein attraktiver Fehler
Entsprechend könnten beliebte Dienste wie LinkedIn, Baidu, Dropbox, Adobe, WordPress, Reddit oder GoDaddy laut ZDnet für die Phishing-Attacken genutzt werden. Dass das Problem nicht ignoriert werden sollte, zeigt das Potenzial des Betrugs, denn der Buchstabe d ist laut Tencent in jeder vierten der Top 10.000 Domains weltweit zu finden, damit ist der Fehler für Angreifer sehr attraktiv.Nutzer, die die Updates vom Juli noch nicht installiert haben, sind noch immer anfällig für Phishing-Angriffe, daher sollten Apple-Nutzer dringend ihren Update-Status kontrollieren.
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