Kurioses: Plötzlicher Tod von 40 Apple-Geräten stellte Admin vor Rätsel
Es dürfte wohl eine der bizarrsten Erfahrungen sein, die man als IT-Verantwortlicher machen kann: Im Zuständigkeitsbereich von Eric Woolridge, der die Systeme in einem Krankenhaus im US-Bundesstaat Illinois verwaltet, fielen kürzlich reihenweise iPhones und iPads aus - und die Ursache fand sich letztlich tief in den kleinsten Hardware-Komponenten der Apple-Geräte.
Anfangs stand Woolridge vor einem Rätsel. In seinem Versuch, den entsprechenden Meldungen diverser Mitarbeiter auf den Grund zu gehen, zeigte sich, dass an dem fraglichen 8. Oktober nur eine einzige Sache anders war als sonst: In der Einrichtung wurde an diesem Tag ein neues MRT-System installiert. Die erste Idee war hier natürlich, dass an dem Gerät eine Abschirmung nicht funktionierte und die Smartphones und Tablets durch einen EMP-Stoß außer Gefecht gesetzt wurden.
Dann aber hätten auch Modelle anderer Hersteller betroffen sein müssen. Das war jedoch nicht der Fall. Weder Android-Smartphones noch irgendein Rechner im Haus zeigten Probleme. Rund 40 iPhones, iPads und Apple Watches waren hingegen nicht mehr benutzbar. Als die Ursache letztlich erkannt wurde, konnte das Problem in einem separaten Versuch auch nachvollzogen werden, wie aus einem Bericht des US-Magazins Motherboard hervorgeht.
Es stellte sich letztlich heraus, dass der Vorfall tatsächlich mit dem neuen MRT zusammenhing. Bei der Einrichtung des medizinischen Systems trat durch ein Leck eine größere Menge Helium aus, die sich im Gebäude verteilte. Das stellt im Grunde kein größeres Problem dar, da das Edelgas nicht gern mit anderen Stoffen reagiert und daher auch keine nennenswerten Einflüsse auf Menschen hat.
Während der Krankenhaus-Admin etwas Zeit brauchte, um dem Problem auf den Grund zu gehen, ist es bei Apple durchaus bekannt - wenn wahrscheinlich auch eher als theoretisches Modell. Im Handbuch der Mobilgeräte ist aber zumindest der Hinweis enthalten, dass iPhones nicht in Umgebungen eingesetzt werden sollten, in denen sie hohen Konzentrationen von Industrie-Chemikalien und Flüssiggasen wie Helium ausgesetzt werden, weil diese einen störenden Einfluss haben können.
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Dann aber hätten auch Modelle anderer Hersteller betroffen sein müssen. Das war jedoch nicht der Fall. Weder Android-Smartphones noch irgendein Rechner im Haus zeigten Probleme. Rund 40 iPhones, iPads und Apple Watches waren hingegen nicht mehr benutzbar. Als die Ursache letztlich erkannt wurde, konnte das Problem in einem separaten Versuch auch nachvollzogen werden, wie aus einem Bericht des US-Magazins Motherboard hervorgeht.
Es stellte sich letztlich heraus, dass der Vorfall tatsächlich mit dem neuen MRT zusammenhing. Bei der Einrichtung des medizinischen Systems trat durch ein Leck eine größere Menge Helium aus, die sich im Gebäude verteilte. Das stellt im Grunde kein größeres Problem dar, da das Edelgas nicht gern mit anderen Stoffen reagiert und daher auch keine nennenswerten Einflüsse auf Menschen hat.
Wie Sandkörner
In Apples Mobilgeräten kommen allerdings diverse MEMS-Chips zum Einsatz - das sind mikromechanische Systeme, mit denen unter anderem Gyroskope und Bewegungsmesser umgesetzt werden. In Apples Geräten nutzt man solche Chips auch für die Uhren bzw. Taktgeber, während diese Funktionen ansonsten meist mit traditionellen Quartz-Zeitmessern umgesetzt werden. Und die Helium-Atome sind letztlich klein genug, um durch alle möglichen Gehäuse zu diffundieren und in den winzigen Uhrwerken der MEMS-Chips wie Sandkörner zu wirken. Und wenn die Uhr in einem Computersystem nicht mehr funktioniert, gerät dieses im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Takt.Während der Krankenhaus-Admin etwas Zeit brauchte, um dem Problem auf den Grund zu gehen, ist es bei Apple durchaus bekannt - wenn wahrscheinlich auch eher als theoretisches Modell. Im Handbuch der Mobilgeräte ist aber zumindest der Hinweis enthalten, dass iPhones nicht in Umgebungen eingesetzt werden sollten, in denen sie hohen Konzentrationen von Industrie-Chemikalien und Flüssiggasen wie Helium ausgesetzt werden, weil diese einen störenden Einfluss haben können.
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