Apples (zu) zahme TV-Pläne:
Kein Sex, keine Gewalt, keine Drogen
Der Konzern aus dem kalifornischen Cupertino will schon seit einer ganzen Weile einen Fuß in das Thema Unterhaltung bekommen und hat auch einiges an Geld dafür reserviert. Doch bisher sind die Ergebnisse weder zahlreich noch qualitativ überzeugend. Das liegt wohl auch am engen Korsett, das sich Apple selbst auferlegt hat.
Apple spielte mit iTunes und den Filmen und Serien, die man darüber vertrieb, eine gewichtige Rolle im Entertainment-Geschäft. Doch diese ist inzwischen Geschichte, was natürlich mit dem Aufstieg der Streaming-Größen wie Netflix und Amazon zusammenhängt. Dabei wollen immer mehr Unterhaltungskonzerne ein Stück vom Kuchen haben und planen eigene Dienste, bestes Beispiel ist Disney, wo man nächstes Jahr ein Portal starten wird.
Infografik: Netflix stößt HBO vom Thron
Apple soll sich aber auch das Leben selbst recht schwer machen, wie das Wall Street Journal berichtet: Denn die Kalifornier haben sich auf Anweisung von CEO Tim Cook ein explizit familienfreundliches Credo auferlegt. Das bedeutet: Kein Sex, keine Gewalt, keine Drogen, keine Flüche, keine Politik, keine Religion, kurzum bloß kein Anecken. Infografik: Video-on-Demand-Nutzung steigt rasant
Also wurde Vital Signs abgelehnt und abgesägt, nichts soll das makellose Image von Apple beflecken. Hollywood-Insider berichten, dass der Konzern seinen Standpunkt klargemacht habe und hochwertige Shows mit vielen Stars und einem breiten Anreiz haben will. Aber alles ohne jegliches Potenzial für Kontroversen.
Damit stellt sich Apple gegen alle Trends der Industrie: Denn HBO und Netflix haben in den vergangenen Jahren stark auf hochwertige Erwachseneninhalte gesetzt, Sex und Gewalt sind kein Tabu, im Gegenteil. Das hat zur Folge, dass sich Apple sehr schwertut, Vernünftiges an Land zu ziehen. Mit Folgen: Laut Insidern musste Apple schon zwei Mal den Start der ersten Welle von Shows verschieben.
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Exklusiv ist Trumpf
Die inzwischen wichtigste Rolle spielen dabei exklusive Inhalte, entsprechend viel investieren Netflix und Co. in Eigenproduktionen. Auch Apple möchte hier mitspielen, in welchem Umfang ist aber noch nicht klar. Denn das Budget, das der iPhone-Hersteller für Serien zur Seite gelegt hat, klingt zwar zunächst nach viel Geld, eine Milliarde Dollar ist aber verhältnismäßig wenig, ja vergleichsweise fast schon nichts. Netflix soll mehr als zwölf Milliarden Dollar für eigene Filme und Serien stecken und das alleine in diesem Jahr.Apple soll sich aber auch das Leben selbst recht schwer machen, wie das Wall Street Journal berichtet: Denn die Kalifornier haben sich auf Anweisung von CEO Tim Cook ein explizit familienfreundliches Credo auferlegt. Das bedeutet: Kein Sex, keine Gewalt, keine Drogen, keine Flüche, keine Politik, keine Religion, kurzum bloß kein Anecken. Infografik: Video-on-Demand-Nutzung steigt rasant
Abgelehnt
Bestes Beispiel ist eine Serie namens "Vital Signs": Das halbbiografische, auf dem Leben von Rapper und Produzent Dr. Dre basierende Drama wurde vor einem Jahr Tim Cook vorgelegt (wohl als Pilotfolge). Doch dem Apple-Chef gefiel nicht, was er sah, und das waren Menschen, die Kokain schnüffeln, Orgien feiern und mit Waffen hantieren.Also wurde Vital Signs abgelehnt und abgesägt, nichts soll das makellose Image von Apple beflecken. Hollywood-Insider berichten, dass der Konzern seinen Standpunkt klargemacht habe und hochwertige Shows mit vielen Stars und einem breiten Anreiz haben will. Aber alles ohne jegliches Potenzial für Kontroversen.
Damit stellt sich Apple gegen alle Trends der Industrie: Denn HBO und Netflix haben in den vergangenen Jahren stark auf hochwertige Erwachseneninhalte gesetzt, Sex und Gewalt sind kein Tabu, im Gegenteil. Das hat zur Folge, dass sich Apple sehr schwertut, Vernünftiges an Land zu ziehen. Mit Folgen: Laut Insidern musste Apple schon zwei Mal den Start der ersten Welle von Shows verschieben.
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