Xiaomi: Technisch derzeit kein Smartphone über 600 Euro möglich

Aktuelle High-End-Smartphones, allen voran natürlich die von Apple, kos­ten teilweise enorme Summen. Dies liegt nur zum Teil an den ver­wen­de­ten Bauteilen, denn gerade führende Anbieter wie Samsung oder Apple schlagen auf ihre Kosten für ein Gerät gern noch mehrere hundert Euro Marge auf. Nach Meinung des Konkurrenten Xiaomi wäre es mit aktueller Technik gar nicht wirklich möglich ein Gerät zu bauen, das auf Gesamtkosten von mehr als 600 Euro kommt.
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Xiaomi
Erst vor kurzem hat Xiaomi mit dem Poco F1 sein bisher günstigstes Flaggschiff-Smartphone vorgestellt, das trotz High-End-Hardware selbst in Europa zu Preisen ab nur 329 Euro angeboten wird. Im Interview mit India Today erklärte jetzt der Managing Director von Xiaomi Indien, dass man beim aktuellen Stand der Technik keinen Grund sieht, ein Smartphone zu den bei anderen Herstellern üblichen Preisen jenseits der 600 Euro-Marke zu vertreiben.


Weil Xiaomi sich bei seinem Börsengang freiwillig dazu verpflichtet hat seine Gewinnmarge bei Hardware auf höchstens fünf Prozent zu begrenzen, sei es dem Unternehmen gar nicht möglich derart teure Geräte anzubieten. Man werde den Preis auch nicht künstlich erhöhen, um so eine größere Marge zu erzielen.

Preis nur durch teures Material?

Wie der Manager beteuerte, gäbe es aktuell keine massenmarkttaugliche Technologie im Smartphone-Bereich, die einen Anstieg des Verkaufspreises auf mehr als 600 Euro rechtfertige. Gemeint sind damit wohl Komponenten wie Displays, Prozessoren, Speicher und Kameras, denn durch die Verwendung besonderer Materialien ließen sich die Kosten wohl ohne weiteres über die 600 Euro-Marke hinaus treiben.

Einzig ein starker Anstieg der Komponentenpreise könnte derartige Folgen haben, hieß es weiter. Sollten also die Preise für Speicher, Prozessoren oder auch Kameras deutlich steigen, wäre auch für Xiaomi ein erheblich teureres Top-Smartphone des chinesischen Herstellers denkbar - nach aktuellem Stand ist dies nach Meinung des Unternehmens jedoch praktisch ausgeschlossen.
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