5G-Patente: So viel zahlen Samsung, Apple & Co pro verkauftem Gerät

Mobilfunk, Lte, 4g, 5G, Mobilfunkmast, Sendestation Bildquelle: Nadine Dressler
Bei der Einführung eines jeden neuen Mobilfunkstandards sind es vor allem die Infrastrukturanbieter, die daran kräftig verdienen. Schließlich haben sie zuvor in Entwicklung investiert und wollen von den Patent­lizenzen profitieren. Auch im Fall der neuen 5G-Technik ist dies der Fall, sodass Firmen wie Nokia, Qualcomm & Co an jedem 5G-Gerät mitverdienen. Jetzt wurde bekannt, wie viel. Seit Juni stehen die Spezifikationen für den 5G-Mobilfunk fest, so dass die Wireless-Spezialisten von Firmen wie Qualcomm, Huawei, Ericsson, Samsung und Nokia mittlerweile zum Großteil haben durchblicken lassen, wie viel die Hersteller von 5G-fähigen Smartphones und anderen Geräten in Zukunft für jedes verkaufte Gerät an die Patentinhaber zahlen müssen. Die Kosten dürften die Hersteller im Normalfall direkt an die Endkunden weiterreichen.

Als vorerst letzter Mobilfunkausrüster und Beteiligter an der 5G-Entwicklung hat jüngst der finnische Telekommunikationskonzern Nokia die Höhe seiner Lizenzgebühren für 5G-Geräte bekannt gegeben. Ganze drei Euro wird Nokia von jedem Hersteller eines 5G-fähigen Endgeräts pro verkaufter Einheit kassieren. Anders als bei anderen Lizenzgebern gibt es bei Nokia somit nur eine feste Summe, die zu zahlen ist. Infografik: Revitalisiert 5G den Smartphone-Markt?Revitalisiert 5G den Smartphone-Markt?

Qualcomm "deckelt" den Preis

Bei Qualcomm hat man sich hingegen auf eine prozentuale "5G-Abgabe" festgelegt, bei der jeweils 2,275 Prozent des Großhandelspreises eines Single-Mode 5G-Geräts fällig werden. Bei Multi-Mode 5G-Geräten sind es hingegen 3,25 Prozent des Preises, den Qualcomm für sich beansprucht. Während die Abgabe in diesem Fall höher ist als bei anderen Patentinhabern, hat Qualcomm die maximale Preisgrenze bei 400 Dollar festgesetzt und somit etwas reduziert.

Selbst bei einem teureren Gerät wird die Patentgebühr somit maximal 2,275 bzw. 3,25 Prozent von 400 Dollar betragen, auch wenn der eigentliche Verkaufspreis höher ausfällt. Maximal 13 US-Dollar müssen somit an Qualcomm abgeführt werden - für jedes Gerät wohlgemerkt. Dabei ist zu bedenken, dass die Gerätehersteller bei größeren Stückzahlen häufig Rabatte erhalten, deren Ausmaß jedoch zu ihren Geschäftsgeheimnissen gehört.

Auch der Telekommunikationsausrüster Ericsson erhebt Anspruch auf Lizenzgebühren für die Nutzung seiner 5G-Patente. Konkret werden je nach Höhe des Preises des jeweiligen Endprodukts zwishen 2,50 und 5,00 US-Dollar an Patentabgaben fällig. Offen ist noch, wie hoch Huawei und Samsung ihre Lizenzgebühren für 5G-Patente ansetzen, so dass es bisher schwierig ist, abschließend einzuschätzen, wie viel die Hersteller wirklich für jedes Gerät an 5G-Lizenzgebühren zahlen müssen.

Rechnet man die bisher bekannten Abgaben zusammen, werden für jedes 5G-fähige Gerät nach aktuellem Stand maximal 21 Dollar an Lizenzgebühren fällig, wobei Qualcomm als führender Entwickler des Standards den Löwenanteil für sich beansprucht. In den kommenden Monaten und Jahren wird sich zeigen, ob die Mobilfunkausrüster die Abgaben tatsächlich in der erhofften Höhe erhalten - oder bald mal wieder mit rechtlichen Schritten dagegen vorgegangen wird.

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Mobilfunk, Lte, 4g, 5G, Mobilfunkmast, Sendestation Mobilfunk, Lte, 4g, 5G, Mobilfunkmast, Sendestation Nadine Dressler
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