Erstes Smartphone mit Diamant-Glas auf dem Display wird getestet

Die Techniken zur Herstellung künstlicher Diamanten soll sich jetzt auch für eine weitaus bessere Härtung von Smartphone-Displays als gewinnbringend erweisen. Das so produzierte Miraj Diamond Glass soll widerstandsfähiger sein als alles, was derzeit im Einsatz ist. Tests mit praktischen Produkten außerhalb des Labors haben jetzt begonnen.
Glas, Corning, Willow Glass
Corning

Infografik: Das Smartphone der ZukunftDas Smartphone der Zukunft
Entwickelt wurde das fragliche Material von Akhan Semiconductor. Um die Abdeckung von Smartphone-Displays wesentlich härter zu machen, hat man ein Verfahren entwickelt, das auf der Diamant-Produktion basiert, aber letztlich etwas andere Ergebnisse bringt. Einer der Kniffe besteht darin, die Kristall-Strukturen nicht wohlgeordnet hervorzubringen, sondern eher in einer chaotisch anmutenden Verflechtung.

Das dabei entstehende Diamant-Glas ist allerdings keinesfalls als völlig eigenständige Display-Adeckung gedacht. Vielmehr soll es quasi als zusätzlich härtender Layer in Verbindung mit bereits verfügbaren Produkten wie Cornings Gorilla Glass zum Einsatz kommen, berichtet das US-Magazin Cnet. Laut Akhan soll das Ergebnis dann sogar mehr Schutz bieten als eine Abdeckung aus Saphir-Glas, das lediglich für kleinere Flächen wie den Schutz einer Kamera-Optik am Smartphone verfügbar ist.


Fein-Tuning läuft

Die ersten Material-Proben hatte der Hersteller bereits vor gut einem Jahr präsentiert und angekündigt, dass man wohl bis Ende 2017 auch praktische Umsetzungen vorführen kann. Daraus wurde aber noch nichts. Nun aber arbeite man unter anderem mit einem Smartphone-Hersteller zusammen, um Erfahrungen mit Prototypen zu sammeln. Um wen es sich bei dem Partner allerdings handelt, wurde noch nicht bekannt gegeben.

Allerdings wurde eine neue Zielmarke ausgegeben: Im Jahr 2019 sollen die Nutzer sich selbst von dem neuen Material für die Display-Härtung überzeugen können. Dann also will man mit dem Partner ein Gerät im Handel haben. Bis dahin gilt es allerdings noch verschiedene Faktoren tiefergehenden Tests zu unterziehen und gegebenenfalls anzupassen - dazu gehören die Durchreichung von Berührungsimpulsen und den Reflexionsgrad der neuen Oberfläche.

Siehe auch: Student findet zufällig selbstheilendes Glas für Smartphone-Displays
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