Die "Republik Samsung" lebt weiter, Konzernerbe wurde freigelassen
Der Samsung-Erbe Lee Jae Yong wurde im vergangen Jahr zu fünf Jahren Haft verurteilt, die Anklagepunkte umfassten damals Korruption, Meineid und Veruntreuung: Nach einem Jahr wurde er nun aber überraschend freigelassen und darf den Rest seiner Strafe auf Bewährung verbüßen.
Doch nun stellen sich viele Beobachter die Frage, wie ernst es Behörden und Politikern tatsächlich ist, das Land zu reformieren. Denn laut Bloomberg wurde Lee Jae Yong heute freigelassen, nachdem ein Berufungsgericht seine Haft- in eine Bewährungsstrafe umgewandelt hat.
Eine nachträgliche Entschärfung der Strafe ist bei Samsung alles andere als ein Novum: Bereits Lees Vater wurde wegen Korruption verurteilt und später vom damaligen Präsidenten Lee Myung Bak begnadigt. Ähnliche Fälle, bei denen südkoreanische Manager mit geringen oder keinen Strafen davonkommen, waren also schon immer an der Tagesordnung und sind es offenbar nach wie vor.
Siehe auch: Korruptionsaffäre - Samsung-Erbe muss für fünf Jahre hinter Gittern
"Na gut, war ja nicht sooo schlimm"
Lee Jae Yong, auch bekannt als Jay Y. Lee, gilt als einer der zentralen Figuren im Skandal rund um die ehemalige südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye. Damals präsentierte sich das Land als von Korruption zerfressener Staat, der in der Hand einiger weniger Großfamilien und politischer Machthaber ist. Mittendrin war der Samsung-Konzern, die Verhaftung und Verurteilung von Lee Jae Yong sollte ein Zeichen setzen, um diesen Sumpf auszutrocknen.Doch nun stellen sich viele Beobachter die Frage, wie ernst es Behörden und Politikern tatsächlich ist, das Land zu reformieren. Denn laut Bloomberg wurde Lee Jae Yong heute freigelassen, nachdem ein Berufungsgericht seine Haft- in eine Bewährungsstrafe umgewandelt hat.
Alles bleibt anders
Das Gericht bestätigte die Verurteilung des 49-Jährigen zwar, Beobachter sehen in der revidierten Strafe aber eine Rückkehr zu guten alten Gepflogenheiten: "Wir haben zwar einen neuen Präsidenten im Amt, aber die 'Republik Samsung' lebt weiter", sage Kwon Young June, Professor an Kyung Hee-Universität und Experte für Firmen-Einflussnahme.Eine nachträgliche Entschärfung der Strafe ist bei Samsung alles andere als ein Novum: Bereits Lees Vater wurde wegen Korruption verurteilt und später vom damaligen Präsidenten Lee Myung Bak begnadigt. Ähnliche Fälle, bei denen südkoreanische Manager mit geringen oder keinen Strafen davonkommen, waren also schon immer an der Tagesordnung und sind es offenbar nach wie vor.
Siehe auch: Korruptionsaffäre - Samsung-Erbe muss für fünf Jahre hinter Gittern
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