Microsoft sorgt mit zwei neueren AMD-Patches für Verwirrung

Verwirrung, Ahnungslos, Staunen Bildquelle: Public Domain
Die meisten Nutzer sind daran gewöhnt, dass es bei Microsoft gelegentlich zu Problemen mit bereitgestellten Updates kommt oder diese nur mit recht kryptischen Hinweisen zur Wirkungsweise versehen werden. Im Umgang mit aktuellen Patches für Systeme mit AMD-Prozessoren stehen aber auch verschiedene Spezialisten etwas ratlos da. Alles begann damit, dass Patches, die AMD-Systeme gegen Angriffe auf Sicherheitslücken in den CPU-Architekturen sichern sollten, dazu führten, dass die Rechner schlicht nicht mehr booteten. Die Verteilung der Aktualisierungen wurde daraufhin ausgesetzt. Microsoft schob die Schuld auf falsche Dokumentationen, die man von AMD erhalten habe, und sicherte zu, an einer Lösung zu arbeiten.

In der Zwischenzeit sind zwei Patches erschienen, mit denen das Problem angegangen werden soll. Diese sind als KB4073578 und KB4073576 in Microsofts Datenbank verzeichnet. Viel mehr Informationen, als dass damit das genannte Problem behoben werden soll, gibt es aber nicht und auch von Microsoft war bisher nichts Genaueres in Erfahrung zu bringen. Die Bereitstellung der KB-Einträge wurde auch öffentlich nicht kommuniziert, so dass sie erst jetzt gefunden wurden.

Abwarten scheint ratsam

Die beiden Patches gibt es ausschließlich als manuellen Download - dass sie irgendwo im automatischen Update aufgetaucht wären, ist nicht bekannt. Und da Microsoft keine weitergehenden Informationen bereitgestellt hat, ist auch völlig unklar, wie man mit den Aktualisierungen verfahren soll. Ihre Installation ist unabhängig davon möglich, ob der vorhergehende fehlerhafte Patch bereits installiert wurde oder nicht. Sogar auf Intel-Systemen lassen sich die Patches einspielen und sie verändern auch andere Dateien als das Update, mit dem diverse Windows-Installationen kaputt gemacht wurden.

Etwas seltsam ist auch die Tatsache, dass die beiden Updates nur für Windows 7 und Windows 8.1 bereitgestellt wurden, nicht aber für Windows 10. Auch wenn aktuell auf diversen Seiten freudig darüber berichtet wird, dass die Updates bereitstehen, sollte man hier also vielleicht doch etwas Vorsicht walten lassen. Besser scheint es, vorerst abzuwarten, bis Microsoft sich klar äußert und Patches automatisiert ausliefert. Denn hier könnte es sein, dass die beiden Aktualisierungen in die Datenbank eingetragen, aber nicht endgültig freigegeben wurden. Rechnern, die bereits in das Problem hineingelaufen sind, ist mit den Patches ohnehin nicht zu helfen, da für die Installation ein hochgefahrenes System benötigt wird.

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