Google: Doch kein Down-Ranking von Russia Today und Sputnik News
Der Suchgigant hat in einem Brief an die russische Internet-Aufsichtsbehörde klargestellt, dass man die in der Kritik stehenden Nachrichtenportale Russia Today und Sputnik News nicht gezielt schlechter ranken will. Dies hatte zuvor der Ex-CEO von Google und Vorsitzender von Googles Mutterkonzern Alphabet Eric Schmidt in Statements nahegelegt.
Eric Schmidt hatte auf einer Veranstaltung im kanadischen Halifax Anfang des Monats angedeutet, dass Google daran arbeite unter Umständen russische Nachrichtenseiten wie "Sputnik" und "RT" in den Suchergebnissen herabzustufen. Schmidts Äußerung war eine Antwort auf die Frage Nico Langes, des Leiters des Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung in Washington gewesen. Dieser hatte in Bezug auf die von ihm in deutscher Sprache abonnierten Google Alerts zur Ukraine gesagt, dass fünf bis zehn von zehn Meldungen zu dem Thema von den von der russischen Regierung finanzierten Seiten Russia Today und Sputnik News gewesen seien.
Ob sich Schmidt nur verplappert hat, oder Google tatsächlich keine gezielten Maßnahmen gegen beide Seiten treffen wird, kann aus der Klarstellung von Google nicht gefolgert werden. An einer Sperre von Google in Russland und der Negativpublicity, als politischer Zensor aufzutreten, kann Google allerdings kaum ein Interesse haben. Roskomnadzor selbst ist ebenfalls als kaum zimperlich bekannt, wie die Sperrung von Linkedin und anderen Diensten bereits in der Vergangenheit gezeigt haben.
Propaganda-Arm des Kremls?
Beide auch außerhalb Russlands in anderen Sprachen angebotenen Medien stehen in der Kritik, Propagandawerkzeuge Vladimir Putins zu sein und mit Fake-News und Meinungsmache gezielt die Stimmung in anderen Ländern zu beeinflussen. Auf Schmidts Äußerungen reagierten sie mit Zensurvorwürfen und auch die russische Aufsichtsbehörde Roskomnadzor schaltete sich ein. Sollte Google tatsächlich russische Medien diskriminieren, würde man gegen den Konzern rechtlich vorgehen.Ob sich Schmidt nur verplappert hat, oder Google tatsächlich keine gezielten Maßnahmen gegen beide Seiten treffen wird, kann aus der Klarstellung von Google nicht gefolgert werden. An einer Sperre von Google in Russland und der Negativpublicity, als politischer Zensor aufzutreten, kann Google allerdings kaum ein Interesse haben. Roskomnadzor selbst ist ebenfalls als kaum zimperlich bekannt, wie die Sperrung von Linkedin und anderen Diensten bereits in der Vergangenheit gezeigt haben.
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