TSMC-Chef: Mooresches Gesetz ist schon heute nicht mehr zu halten
In der anhaltenden Diskussion darüber, wie lange sich das Mooresche Gesetz denn noch aufrechterhalten lässt, sorgte nun Morris Chang für ziemlich klare Fakten: Überhaupt nicht mehr - so erklärte es der Aufsichtsratschef des weltgrößten Auftrags-Chipherstellers TSMC.
Gordon Moore, einer der Gründer des Chipkonzerns Intel, hatte vor einigen Jahrzehnten beobachtet, dass die Entwicklung bei Halbleitern dafür sorgt, dass sich die Zahl der Transistoren und somit die Komplexität auf einem Chip alle 18 bis 24 Monate verdoppelt. Klar ist, dass aufgrund physikalischer Grenzen die dafür notwendige Miniaturisierung nicht weiter fortschreiten kann - die große Frage ist nur, wann dies der Fall sein wird.
Laut Chang wurde der Punkt aber schon längst überschritten und das Mooresche Gesetz sei schon jetzt nicht mehr länger umsetzbar. Wie er auf einer Konferenz zum 30-jährigen TSMC-Jubliäum ausführte, würde man durchaus weiterhin die Transistoren-Dichte immer weiter steigern. Allerdings funktioniere das nicht mehr in der Geschwindigkeit, die im Mooreschen Gesetz vorgegeben wird.
Damit steht Chang auf den ersten Blick im Widerspruch zu ASML, dem weltweit größten Lieferanten von Prozess-Technik für die Chipproduktion. Dessen Firmenchef Peter Wennick erklärte, dass man die Lithographie-Systeme durchaus bis ins Jahr 2030 gemäß des Mooreschen Gesetzes weiterentwickeln könne. Dem wollte Chang auch nicht generell widersprechen - er wies allerdings darauf hin, dass man aus Sicht des Chipherstellers dann schon klar zwischen dem unterscheiden müsse, was theoretisch technisch möglich und dem was letztlich auch wirtschaftlich sinnvoll ist.
Laut Chang wurde der Punkt aber schon längst überschritten und das Mooresche Gesetz sei schon jetzt nicht mehr länger umsetzbar. Wie er auf einer Konferenz zum 30-jährigen TSMC-Jubliäum ausführte, würde man durchaus weiterhin die Transistoren-Dichte immer weiter steigern. Allerdings funktioniere das nicht mehr in der Geschwindigkeit, die im Mooreschen Gesetz vorgegeben wird.
2025 oder 2030?
Die aktuellen Planungen zur Weiterentwicklung der Prozesstechnologien sehen so beispielsweise vor, dass man in den nächsten acht Jahren weiterhin ganz ordentlich vorankommen und noch komplexere Architekturen bauen kann. Intern rechne man aber durchaus damit, dass man um das Jahr 2025 herum mit ziemlichen Problemen konfrontiert sein wird.Damit steht Chang auf den ersten Blick im Widerspruch zu ASML, dem weltweit größten Lieferanten von Prozess-Technik für die Chipproduktion. Dessen Firmenchef Peter Wennick erklärte, dass man die Lithographie-Systeme durchaus bis ins Jahr 2030 gemäß des Mooreschen Gesetzes weiterentwickeln könne. Dem wollte Chang auch nicht generell widersprechen - er wies allerdings darauf hin, dass man aus Sicht des Chipherstellers dann schon klar zwischen dem unterscheiden müsse, was theoretisch technisch möglich und dem was letztlich auch wirtschaftlich sinnvoll ist.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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