Jaff Ransomware: Verbreitung über Spam-E-Mails, hohe Summe gefordert
Bei Ransomware handelt es sich um ein bereits bekanntes Phänomen, welches auch in diesem Jahr nicht an Bedeutung verloren hat. Nun wurde eine weitere Schadsoftware entdeckt: Das "Jaff" genannte Programm verbreitet sich auf einem Weg, wie es bereits bei Locky üblich war.
Der Erpressungs-Trojaner Locky war dafür bekannt, über das Necurs-Botnet ausgeliefert zu werden. Über das Netzwerk wurden eine Vielzahl von Spam-Mails an tausende von Adressen gesendet. Dabei handelt es sich jedoch nicht um gewöhnliche E-Mails: Laut BleepingComputer sind auch alle Nachrichten, welche die Jaff Ransomware enthalten, mit einem infizierten Anhang versehen worden. Der Schadcode wurde schon gestern vom sogenannten "MalwareHunterTeam" entdeckt.
Derzeit ist kein Weg bekannt, die verschlüsselten Dateien wiederherzustellen, ohne die geforderte Summe an den Erpresser zu zahlen. Ob der Nutzer die Daten nach einem erfolgreichen Bezahlvorgang allerdings wirklich wieder entschlüsseln kann, bleibt zunächst einmal fraglich. Wir empfehlen betroffenen Nutzern, nicht auf die Forderungen einzugehen und zu warten, bis eine Lösung bekannt wird. Darüber hinaus gibt es eine Anlaufstelle für die Opfer von Ransomware, welche bislang gefundene Lösungen zusammenfasst.
Makros stellen Sicherheitslücke dar
Wird die PDF-Datei, welche der E-Mail angehängt wurde, vom Nutzer geöffnet, kommt automatisch eine Word-Datei mit der Endung .docm zum Vorschein. Das Dokument fordert den Empfänger auf, die geschützte Ansicht zu verlassen, sodass die Schadsoftware ihre Arbeit beginnen kann. Anschließend werden eine Vielzahl von verschiedenen Dateiformaten verschlüsselt und mit der Endung .jaff versehen. Der geforderte Betrag zum Entschlüsseln der Dateien hat es in sich: Etwa 3500 Euro sollen in Form von zwei Bitcoins über das TOR-Netzwerk gezahlt werden.Derzeit ist kein Weg bekannt, die verschlüsselten Dateien wiederherzustellen, ohne die geforderte Summe an den Erpresser zu zahlen. Ob der Nutzer die Daten nach einem erfolgreichen Bezahlvorgang allerdings wirklich wieder entschlüsseln kann, bleibt zunächst einmal fraglich. Wir empfehlen betroffenen Nutzern, nicht auf die Forderungen einzugehen und zu warten, bis eine Lösung bekannt wird. Darüber hinaus gibt es eine Anlaufstelle für die Opfer von Ransomware, welche bislang gefundene Lösungen zusammenfasst.
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