Immer mehr Android-Apps spionieren Nutzer per Ultraschall aus
Android-Nutzer müssen damit rechnen, dass sie von diversen Apps per Ultraschall ausspioniert werden. Eine zunehmende Zahl lauscht auf entsprechende Töne, die in Fernsehwerbung untergebracht ist oder von den Lautsprechern in verschiedenen Geschäften wiedergegeben wird.
Die ganze Sache klingt ein wenig wie die Verschwörungs-Theorie um verborgene Botschaften in Videos, bei denen einzelne Frames, die beim normalen Sehen nicht wahrgenommen werden, subtile Botschaften in die Gehirne der Zuschauer hineinmanipulieren. Bei den Ultraschall-Beacons handelt es sich aber um ein echtes Verfahren der Werbebranche.
Das Ganze funktioniert so, dass durch Töne in unhörbaren Frequenzen bestimmte Zeichenfolgen kodiert werden, die von den Mikrofonen eines Smartphones aufgefangen werden. Bestimmten Apps dienen diese als Signale. So kann die Anwendung einer Handelskette es beispielsweise registrieren, wenn ein Nutzer eine bestimmte Filialen betritt. Oder sie wird durch die Ausstrahlung bestimmter Werbespots im Fernsehen getriggert.
Zur Zeit sind die Nutzer zumindest hierzulande noch einigermaßen von der Technologie verschont. In Europa gibt es zumindest noch keine Fernsehsender, die Werbung mit Ultraschall-Beacons ausstrahlen. Das kann sich allerdings schnell ändern. Und auch in Geschäften kommt das Verfahren bei uns noch kaum zum Einsatz - hier greift man aber durchaus bereits auf ähnliche Möglichkeiten zurück und identifiziert Anwender beispielsweise durch die MAC-Adresse der WLAN-Schnittstelle eines Smartphones.
Das Ganze funktioniert so, dass durch Töne in unhörbaren Frequenzen bestimmte Zeichenfolgen kodiert werden, die von den Mikrofonen eines Smartphones aufgefangen werden. Bestimmten Apps dienen diese als Signale. So kann die Anwendung einer Handelskette es beispielsweise registrieren, wenn ein Nutzer eine bestimmte Filialen betritt. Oder sie wird durch die Ausstrahlung bestimmter Werbespots im Fernsehen getriggert.
Rasant steigende Nutzung
Forscher der Technischen Universität Braunschweig haben zum wiederholten Mal einen Scan über zahlreiche Android-Apps laufen lassen, um herauszufinden, in welchen die verbreitetsten Ultraschall-APIs zum Einsatz kommen. Und die staunten nicht schlecht. 234 verschiedene Anwendungen können bereits mit entsprechenden Ultraschall-Signalen arbeiten. Bei einer vergleichbaren Untersuchung vor einem Jahr waren es gerade einmal sechs Stück.Zur Zeit sind die Nutzer zumindest hierzulande noch einigermaßen von der Technologie verschont. In Europa gibt es zumindest noch keine Fernsehsender, die Werbung mit Ultraschall-Beacons ausstrahlen. Das kann sich allerdings schnell ändern. Und auch in Geschäften kommt das Verfahren bei uns noch kaum zum Einsatz - hier greift man aber durchaus bereits auf ähnliche Möglichkeiten zurück und identifiziert Anwender beispielsweise durch die MAC-Adresse der WLAN-Schnittstelle eines Smartphones.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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