Hack-Back-Strategie: Deutsche Regierung will künftig zurück hacken

Politik, Berlin, Bundestag, Bund, Reichstagsgebäude Bildquelle: NJD
Ein neues Gesetzesvorhaben der Bundesregierung sorgt für Aufsehen: Demnach ist geplant, künftig mit einer sogenannten Hack-Back-Strategie zu gezielten Gegenangriffen gegen Hacker auf Regierungs-Computer zu reagieren.

Infografik: Malware - Wie infiziert ist Deutschland?Malware: Wie infiziert ist Deutschland?

Analyse beauftragt

Das Ganze muss politisch gewollt und rechtlich legitimiert werden, um tatsächlich eingesetzt zu werden. Laut einer gemeinsamen Recherche von der Süddeutschen Zeitung, des NDR und des WDR hat der Bundessicherheitsrat unter Vorsitz von Kanzlerin Angela Merkel als zuständiges Kontrollorgan bereits eine Analyse beauftragt, welche technischen Mittel für solche Cyberangriffe von Nöten wären. Damit wurden bereits die ersten Schritte eingeleitet, weiteres soll noch vor der Sommerpause beschlossen werden.

Lokalisieren und unschädlich machen

Ziel ist es, künftig besser auf die immer häufiger erfolgreichen Angriffe zum Beispiel auf die IT der Bundestagsverwaltung reagieren zu können. Wenn ein Angriff bemerkt wird, sollen in Zukunft dann noch während eines laufenden Angriffs direkt Gegenmaßnahmen ergriffen werden: In der Theorie werden die Angreifer dafür verfolgt, lokalisiert und die Server abgeschaltet, zum Beispiel durch das Unbrauchbarmachen der angreifenden Server durch den gezielten Einsatz von Schadsoftware.

In Regierungskreisen spreche man daher von dem "digitalen finalen Rettungsschuss", schreibt die Süddeutsche. Man sei sich einig, dass es an der Zeit sei, auch aktiv zurückzuschlagen und nicht nur hinterher die Scherben zusammenzukehren oder eine passive Abwehrstrategie zu fahren. Zumindest habe man damit in der Vergangenheit wenig Erfolg gehabt.

Bis dahin ist aber noch ein weiter Weg: Die Gefahrenabwehr ist aktuell noch Ländersache, zudem gibt es Rangeleien, wer von den Behörden in der Lage wäre, die Angriffe konkret durchzuführen.

Bislang wird eine solche Strategie noch nicht umgesetzt, sie könnte aber schon bald unter der Leitung von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen stehen. In der Bundeswehr gibt es bereits eine Abteilung für Cyber-Abwehr. Aktuell muss aber erst einmal der gesetzliche Rahmen bestimmt und geprüft werden, ob man Befugnisse der Bundeswehr dahingehend erweitern kann, dass sie im Inland tätig werden und jegliche Angriffe bekämpft.

Siehe auchBericht deckt "bestehende massive Bundestags IT-Probleme" auf Politik, Berlin, Bundestag, Bund, Reichstagsgebäude Politik, Berlin, Bundestag, Bund, Reichstagsgebäude NJD
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