Microsoft Marketing-Chef:
Agressive Windows-10-Werbung war falsch
Microsoft hat einmal mehr eingestanden, dass die sehr agressive Bewerbung von Windows 10 im Rahmen des Gratis-Upgrade-Angebots ein Fehler war. Vor allem bereut man laut dem Marketing-Chef des Unternehmens den Umgang mit der Upgrade-Aufforderung. Aber auch der Abschied von der hauseigenen Sparte für mobile Geräte fiel dem Unternehmen wohl alles andere als leicht.
In einem Interview mit den Gastgebern des Windows Weekly Podcasts erklärte Chris Capossela, Chief Marketing Officer bei Microsoft, dass er für das Unternehmen vor allem zwei Dinge sieht, die man im Jahr 2016 besser gemacht haben sollte. Natürlich gibt es eine lange Liste von Dingen, die er im Namen von Microsoft bereue, doch vor allem der Umgang mit der Mobilgerätesparte und den teilweise zweifelhaften Methoden zur Vermarktung von Windows 10 fallen auf, so Capossela.
Der Einschnitt sei zwar schwer, aber letztlich richtig gewesen, sorge aber dennoch für Reue in Reihen Microsofts und gerade auf der Führungsebene. Durch den ausbleibenden Erfolg von Windows 10 Mobile und das Scheitern der Bemühungen rund um die von Nokia übernommene Mobilgerätesparte habe man auch das Ziel verfehlt, innerhalb kürzester Zeit dafür zu sorgen, dass eine Milliarde Nutzer Windows 10 nutzt - schließlich sollten die Smartphones einen großen Teil dazu beitragen.
Aktualisierte Version der Upgrade-Aufforderung - die sich richtig schließen lässt
Natürlich stehe das rote "X" am Rand der Dialogbox typischerweise für das "Abbrechen" des Vorgangs, was es in diesem Fall aber eben nicht tat. Innerhalb weniger Stunden nach dem Beginn der Verteilung dieser Version der Upgrade-Aufforderung sei Microsoft durch das von seinen Telemetriesystemen gelieferte Feedback klar geworden, dass man "zu weit gegangen" sei. Danach gab es laut Capossela eine sehr schwierige Zeit von ungefähr zwei Wochen, bis man in der Lage war, eine erneute Aktualisierung vorzunehmen, um das häufig kritisierte Verhalten zu beseitigen.
Dies sei seiner Meinung nach ein Tiefpunkt für Microsoft gewesen, doch letztlich habe man auch viel daraus gelernt. Natürlich gebe es noch diverse weitere Fehler, die man im Rückblick auf das Jahr 2016 eingestehen müsse, doch diese zwei Fälle seien wohl die offensichtlichsten.
Abschied von Smartphones und Handys war schmerzhaft aber richtig
Man versuche stets, die Grenzen des Machbaren weiter nach oben zu verschieben, was zwar oft gelinge, aber eben manchmal auch scheitere, sagte der Manager. Der Verkauf des einst von Nokia übernommenen Feature-Phone-Geschäfts, die Gründe und Ursachen für diesen Schritt und auch die allgemeinen Aktivitäten von Microsoft im Handymarkt seien mit Sicherheit unschöne Dinge mit Blick auf das Jahr 2016, so dass man sich in einer sehr unangenehmen Position befindet, hieß es weiter.Der Einschnitt sei zwar schwer, aber letztlich richtig gewesen, sorge aber dennoch für Reue in Reihen Microsofts und gerade auf der Führungsebene. Durch den ausbleibenden Erfolg von Windows 10 Mobile und das Scheitern der Bemühungen rund um die von Nokia übernommene Mobilgerätesparte habe man auch das Ziel verfehlt, innerhalb kürzester Zeit dafür zu sorgen, dass eine Milliarde Nutzer Windows 10 nutzt - schließlich sollten die Smartphones einen großen Teil dazu beitragen.
Ein "X", das nicht abbricht, ist ein Schritt zu weit
Darüber hinaus sei man rückblickend auch unzufrieden, was den Umgang mit der Vermarktung des Windows 10 Upgrades angeht. Beim Marketing gehe es für Microsoft immer darum, die richtige Balance zwischen seinen Versuchen, möglichst viele Nutzer zum Upgrade zu bewegen, und einem möglichen Überschreiten von Grenzen zu finden. Insgesamt sei dies bei Windows 10 im Jahr 2016 gut gelungen, doch mit dem zweifelhaften Umgang mit der "X"-Schaltfläche der Upgrade-Aufforderung sei dies eindeutig missglückt.
Aktualisierte Version der Upgrade-Aufforderung - die sich richtig schließen lässt
Natürlich stehe das rote "X" am Rand der Dialogbox typischerweise für das "Abbrechen" des Vorgangs, was es in diesem Fall aber eben nicht tat. Innerhalb weniger Stunden nach dem Beginn der Verteilung dieser Version der Upgrade-Aufforderung sei Microsoft durch das von seinen Telemetriesystemen gelieferte Feedback klar geworden, dass man "zu weit gegangen" sei. Danach gab es laut Capossela eine sehr schwierige Zeit von ungefähr zwei Wochen, bis man in der Lage war, eine erneute Aktualisierung vorzunehmen, um das häufig kritisierte Verhalten zu beseitigen.
Dies sei seiner Meinung nach ein Tiefpunkt für Microsoft gewesen, doch letztlich habe man auch viel daraus gelernt. Natürlich gebe es noch diverse weitere Fehler, die man im Rückblick auf das Jahr 2016 eingestehen müsse, doch diese zwei Fälle seien wohl die offensichtlichsten.
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