Microsoft: Allsehendes Auge soll immer wissen, was der Nutzer will

überwachung, Spionage, Feuer, Mittelerde, Auge, Sauron Bildquelle: SELUXKANAUR (CC BY-ND 3.0)
Beim Software-Konzern Microsoft denkt man über eine System-Komponente nach, mit der Anwender mit wesentlich passenderen Informationen zu ihrer aktuellen Arbeit versorgt werden können. Doch diese dürfte wohl zu noch heftigeren Protesten führen, als die Feedbacks, die Windows 10 nach Redmond lieferte.
Aus einer aktuellen Patentschrift geht hervor, dass Microsoft-Entwickler ein Konzept für eine so genannte Mediations-Komponente in der Schublade haben. Diese soll Schluss damit machen, dass jede einzelne Anwendung ein eigener Container ist, der üblicherweise nicht mit anderen Applikationen kommuniziert. Ein Datenfluss findet in den meisten Fällen nur statt, wenn der Nutzer über die Zwischenablage Informationen von einer Anwendung zur anderen mitnimmt.

Das neue Konzept sieht hingegen vor, das Betriebssystem um eine Art allsehendes Auge zu erweitern, das über der Applikations-Ebene schwebt und genau beobachtet, was der Nutzer tut. Erfasst und ausgewertet werden demnach alle Texteingaben, Informationen zu Bildern oder auch die Hash-Werte von Musikdateien, berichtete das US-Magazin HotHardware.

Der Nutzer, so heißt es in der Patentschrift, erledige eine Aufgabe als Ganzes. Es passe schlicht nicht zu diesem Vorgehen, wenn jede dabei genutzte Anwendung in sich isoliert ist. Dadurch befinde man sich noch immer in einem Zustand, in dem das Computing-System nicht in seiner Gesamtheit weiß, was der Anwender aktuell tun will - und kann ihn entsprechend nicht so unterstützen, wie es möglich wäre.


Das System weiß alles

Wenn der Nutzer beispielsweise in seiner Notizen-Anwendung gerade Stichpunkte zu einer bestimmten Tanz-Sendung im Fernsehen sammelt und in den Browser wechselt, um weitergehende Informationen zu suchen, weiß letzterer nicht, um welches Thema es gerade geht. Eine Suchmaschine wie Bing könnte anderenfalls aber direkt passendere Ergebnisse liefern - das ist bisher nur anhand der Anfragen möglich, die der User zuvor schon einmal in das Suchfeld eingegeben hat.

Die Mediations-Komponente soll also beständig analysieren, worum es dem Anwender aktuell geht - und die entsprechenden Informationen Anwendungs-Übergreifend verfügbar machen. Wenn auch nicht die Eingaben des Nutzers an sich, sollen doch zumindest Ergebnisse einer ersten Analyse immer wieder an einen KI-Service, der zur Bing-Suche gehört, nach außen übermittelt werden. Die Erleichterung der Suche nach Informationen würde so auf der anderen Seite dazu führen, dass zumindest automatisierte Systeme in den Microsoft-Datenzentren stets darüber informiert wären, woran der jeweilige Nutzer aktuell arbeitet.

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W10Privacy - Mehr Datenschutz für Windows 10
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