Windows 10 Datenschutz: Diese Infos sammelt Microsoft über Nutzer

Windows 10, Cortana, Office 365, Office 365 Business Bildquelle: Microsoft
Mit dem Start von Windows 10 hat Microsoft auch seine Datenschutzbestimmungen angepasst, die unter anderem darüber informieren, wo und wann der Konzern Informationen über die Nutzer sammelt. Wir haben uns wichtige Punkte genauer angeschaut.

Für viele Funktionen will man Daten

Ob bei Bing, Cortana, MSN, Microsoft OneDrive, Outlook.com, Skype, Windows, Xbox oder anderen Diensten: Microsoft schreibt in seinen aktuellen Datenschutzbestimmungen, dass man Daten nur sammelt "um effektiv arbeiten" zu können. Wie es bei solchen Dokumenten üblich ist, lesen aber nur die wenigsten genau nach, was der Konzern wirklich an welche Stelle über den Nutzer erfährt. Bei einem Umfang von weit über 50 Seiten ist das im Alltag aber auch nur schwer zu leisten. Wir haben zum Start von Windows 10 mal genauer nachgelesen.


Standardmäßiger Austausch von Daten

Bei der Anmeldung in Windows 10 mit einem Microsoft-Account synchronisiert das Betriebssystem - ohne weitere Maßnahmen wie das Sperren von IPs - automatisch Einstellungen und Daten mit dem Microsoft-Servern. Zu den übermittelten Informationen zählen laut Datenschutzbestimmungen bei Windows 10:

  • Apps, die aus dem Windows Store installiert wurden
  • Sprachpräferenzen
  • Präferenzen für die Erleichterte Bedienung
  • Personifizierungseinstellungen wie z. B. Kontobild, Hintergrund und Mauseinstellungen
  • Einstellungen für Windows Store Apps
  • Wörterbücher für die Rechtschreibprüfung, Wörterbücher für den Eingabemethoden-Editor (IME) sowie persönliche Wörterbücher
  • Web-Browser-Verlauf, Favoriten und Webseiten, die geöffnet sind
  • Gespeichert Apps, Website, mobilen Hotspot und Wi-Fi-Netzwerknamen und Kennwörter

Microsoft wählt hier den Weg, die Synchronisation standardmäßig zu aktivieren. Der Nutzer muss also aktiv werden, wenn er keine Übertragung wünscht. In den Sync-Optionen im Kontenabschnitt Einstellungen kann angepasst werden, welche Daten an Microsoft übertragen werden dürfen. Hier wäre eine Opt-In-Lösung zumindest aus Datenschutzsicht sicher die bessere Lösung.

Cortana hört ganz genau zu

Auch Nutzer des neuen digitalen Assistenten Cortana müssen sich darüber im Klaren sein, dass der Dienst viele Daten erhebt, um die beworbenen Features überhaupt anbieten zu können. Wie Microsoft im entsprechenden Abschnitt der Datenschutzerklärung schreibt, gehören dazu unter anderem der Gerätestandort, Daten aus dem Kalender, aus den Anwendungen, die verwendet werden, von E-Mails und SMS-Nachrichten, Anrufen, Kontakte und wie oft man mit diesen auf dem Gerät interagiert.

Das ist aber noch nicht alles, was laut Microsoft nötig ist, damit Cortana "personifizierte Erfahrungen und relevante Vorschläge" bieten kann. Besonders die Erklärung, dass der Assistent dabei auch immer sieht, was Nutzer sich "ansehen und kaufen" dürfte nicht nur bei Datenschützern für komische Gefühle sorgen. Wer Cortana nutzt gibt also auf jeden Fall folgende Daten weiter:

  • Standort sowie Standortverlauf
  • Kurzmitteilungen und E-Mails
  • Sprachdaten die Sprachweise und Sprachbefehle enthalten
  • Nutzungstatistiken zu verwendeten Apps und Dienste
  • Browser und Suchverlauf

BitLocker-Wiederherstellungsschlüssel landet in OneDrive

Aktiviert man auf Windows-Geräten die Geräteverschlüsselung erstellt Windows automatisch einen Wiederherstellungsschlüssel. Ein Blick in die aktuellen Datenschutzbestimmungen zeigt, dass dieser Bitlocker-Schlüssel automatisch auf dem Microsoft OneDrive-Konto des Nutzers hinterlegt wird. Prinzipiell ist das natürlich kein Problem: Nutzer, die ihre Daten unabhängig von dem Microsoft-Clouddienst schützen wollen, müssen hier aber einen anderen Weg wählen.

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