Microsoft: Allsehendes Auge soll immer wissen, was der Nutzer will

Beim Software-Konzern Microsoft denkt man über eine System-Komponente nach, mit der Anwender mit wesentlich passenderen Informationen zu ihrer aktuellen Arbeit versorgt werden können. Doch diese dürfte wohl zu noch heftigeren Protesten führen, ... mehr... überwachung, Spionage, Feuer, Mittelerde, Auge, Sauron Bildquelle: SELUXKANAUR (CC BY-ND 3.0) überwachung, Spionage, Feuer, Mittelerde, Auge, Sauron überwachung, Spionage, Feuer, Mittelerde, Auge, Sauron SELUXKANAUR (CC BY-ND 3.0)

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Wieso hab ich jetzt ein Déjà-vu mit dem Film "Das fliegende Auge"?
 
Der Informatikberuf für Endkunden wird immer interessantern. In Zukunft wird man nicht mehr das System einrichten, sondern auch noch die ganzen Tools, welche jegliche Datenweitergabe und Schnüffelei verbietet.
 
@frilalo: die allermeisten werden weiterhin froh sein, wenn sie wissen wie man eine word-datei mithilfe von outlook versendet, wie man eine mail beantwortet oder wie man sachen bei amazon bestellen kann...
 
@Rulf: Suchst im Browser nach "Prostituierte" und 5 Minuten später klingelt es an der Haustür.
 
@MichaW: Das nenne ich Service.
 
äußerst praktisch...wenn man das system von außen ausspähen will, sind die passenden tools schon aktiv...keylogger usw wären überflüssig...
 
@Rulf: Da muss man nichts mehr "ausspähen" - das ist so als würdest Du nackt in einem Glashaus sitzen...
 
Interessanter Ansatz und komplett konträr zum aktuellen Sandboxing... also, ja, definitiv interessant.

Aber mh. Die Kompromittierungsgefahr steigt damit. Jedenfalls dann, wenn man an diesem 'Auge' verbeilinsen kann - was zumindest Windows in seiner aktuellen Form zB durch Offline Servicing durchaus ermöglicht.

Und die Überwacheritis. Die wird durch eine solche Konzeption nur noch weiter reingedrückt. Ich sitz am Rechner und Windows überwacht was ich alles tu - und was macht es dann mit dieser Information? Solange das sogenannte demokratische 'land of the free' seine Gag Orders behält, solange will ich auch so ein Konzept nicht bei mir haben (und 'danach' wäre auch noch zu fragen).
 
@RalphS: Man könnte der "ge-sandboxten Anwendung" (slang) eine Kommunikations-Schnittstelle spendieren.
 
Anscheinend hat MS aus dem Kinect Desaster nichts gelernt. Gerade heutzutage wo alles und jeder gehackt wird, stelle ich freiwillig mit Sicherheit meine ganzen Daten nicht zur Verfügung. Die spinnen doch total.
 
Eigentlich sehr interessant aber es dreht sich alles nur noch um Datenbeschaffung. Das MS-Band war eine fabelhafte Idee für die Gesundheitsvorsorge, es fing an der Datenbeschaffung allgemein zu dienen und schon war es vom Tisch. Sollte MS das allsehende Auge installieren und die Masse begreift es, dann dürften einige Deinstallationen von Windows 10 die Folge sein, wenn es nicht auch top Gegentools gibt. Andererseits bleiben ja noch Win 7, 8.1 oder 10 LTSB in der Originalversion oder eben andere BS.
Folge davon könnte sein, man berichtet in einer Mail einem Mitmenschen von einer unheilbaren Krankheit und bekommt einen Tag später durchs allsehende Auge Vorschläge für Medizinspezialisten, Medikamente und natürlich auch gleich den passenden Bestattungsunternehmer.... ja, makaber.
Langsam frage ich mich wirklich, ist das noch Fortschritt?
 
Hhmmm, wer gerne möchte, daß ihn das Betriebssystem so vollumfassend unterstützt, UND sich der Risiken bewußt ist, warum nicht. Ich glaube aber, das sind nur ganz, ganz wenige.

Jetzt kommt's halt drauf an, WIE Microsoft das implementiert. Steht es zur Auswahl, also zur freiwilligen, gewollten Nutzung, ohne gleich als Standard vorgegeben zu sein, ohne es erst abschalten zu müssen (was wieder keiner weiß, daß es abzuschalten ginge), oder wird es einfach ein erzwungenes "Feature", daß der Windows-User hinnehmen muß (wie so einiges in letzter Zeit)? Liebe Fa. Microsoft, Du kannst Dir meinetwegen patentieren lassen, was Du möchtest. Mag sogar sein, daß das sehr gut funktioniert. Aber: Erzwing' es nicht!

Machen wir uns nichts vor: Diese vollständige Datensammlung streben auch andere bei der Nutzung ihrer Dienste und Systeme an, allen voran sicherlich Google, aber bestimmt auch Amazon und was weiß ich noch wer. Doch wenn, dann muß das eine Option sein und bleiben!

Aber warum werde ich das Gefühl nicht los, daß, wenn diese Werkzeuge einmal im System verankert sind, diese auch laufen werden, auch ohne daß der User diese gezielt einschaltet?

Ich schätze mal, daß es so kommt, daß diese Komponente standardmäßig EINGESCHALTET ("Express") ist, und wer sie nicht möchte, sie extra abschalten muß (was wieder keiner weiß oder überlesen hat oder einfach so dem Express-Setup zugestimmt hat, weil "empfohlen"!).

Und wenn es abschaltbar ist (bzw. extra eingeschaltet werden müßte), bleibt immer noch der Beigeschmack, daß danach trotzdem noch IRGENDWAS davon läuft, weil lt. Microsoft ansonsten das System nicht richtig arbeiten könne oder was auch immer dann für eine Erklärung dafür kommt.
 
@departure: Diese Entwicklung sieht man ja schon länger. Siri kann kontinuierlich dem Benutzer zuhören, auch Google Now hört immer mit was der Benutzer macht, ebenso Microsoft Cortana. Und das nicht nur was am Rechner oder Smartphone gemacht wird. Auch andere Geräte können kontinuierlich die Aktionen des Menschen überwachen, z.B. Amazon Echo oder seit Jahren Smart-TV mit Gesten- und Sprachsteuerung. Jetzt kann man argumentieren, dass die den Menschen selbst überwachen, aber nicht die Anwendungen die er nutzt. Aber auch das gibt es. IFTTT ist ein sehr populärer Dienst, der genau solche Dinge nach Benutzervorgaben macht. Von daher ist das was Microsoft da patentieren will eigentlich nichts wirklich Neues, sondern in Ansätzen schon Gang und Gäbe.
 
Ist das geil. Es gibt den Satz: mit dem Computer lösen wir Probleme in der Hälfte der Zeit, die wir ohne den Computer nicht gehabt hätten. Endlich wird daran gearbeitet, dass wir diese Probleme nicht mehr haben.
 
Das Feature ansich wäre ja nicht schlimm - wenn es wahlweise auch einfach abschaltbar wäre und sich das OS auf Wunsch einfach wieder passiv verhält. Kritisch wirds immer erst, wenn MS vermeindlich alles besser weiß und es dem Kunden aufzwingen will.
 
Entweder bin ich zu alt und festgefahren oder aber ich leide unter Verfolgungswahn. Ich mag diese Idee ganz und gar nicht.
 
@JacksBauer: EXAKT das habe ich auch eben gedacht. ist mir sehr sehr "unsympatisch".
 
@JacksBauer: Wenn dann endlich Werbung für Produkte, die mich interessieren könnten, angezeigt wird und nicht mehr das, was ich letzte Woche bereits gekauft habe, dann würde ich das sogar begrüßen.
 
@crmsnrzl: Ich bin da eher der Ublock/AdBlock Plus auf dem Desktop und Adaway auf dem Smartphone Typ der aber gerne per Flattr spendet oder Merchandise kauft um zu unterstützen.
 
@JacksBauer: Winfuture-Merchandise?
 
@crmsnrzl: Gab es doch mal oder nicht? Erinnere mich noch an die Kaffe Tasse und Schlüsselbund kann aber gut 10 Jahre her sein.
 
@JacksBauer: Was hast du dir damals gekauft? Schlüsselbund oder Tasse? Oder beides?
 
in Amerika mögen die so etwas vielleicht aber der durchschnitts Europäer eher weniger!
 
@rush: Der Winfuture-Leser ist nicht der Durchschnittseuropäer. Das erinnert mich wieder an den Aufschrei, als Facebook Whatsapp aufgekauft hat.
 
@crmsnrzl: ich versteh nicht wieso du dafür ein Minus bekommst, ist doch absolut richtig. Es interessiert die Leute einfach nicht (ich hab ja nichts zu verbergen)
 
@XP SP4: Das eine Minus? ...
Das war entweder der eine Durchschnittseuropäer, der zufällig Winfuture-Leser ist, oder der eine, der damals sein Facebook-Account als Konsequenz geschlossen hat. Dem habe ich natürlich unrecht getan, weshalb ich das Minus zu recht trage.
 
Da bei Microsoft (und auch allen anderen großen Firmen) jedes Patent innerhalb von Tagen zu einem Produkt wird, find ich jede Aufregung absolut berechtigt.
 
@Tintifax: innerhalb von Tagen stimmt nicht. Aber die Aufregung ist durchaus berechtigt.
 
Die Funktionaität von Unity-Hud unter Windows? Und dazu sogar in noch besser?

Wo kann ich unterschreiben?
 
@Jazoray: auf dem Versklavungsformular A38.
 
@Jas0nK: Da macht Microsoft einmal eine gute Sache mit ihrem Betriebssystem, und das ist dann Versklavung, ja?

Aber die ganzen anderen Sachen die wirklich Versklavung sind, wie die Updates, Hintergrunddienste und "Wartungsaufgaben" sind hingegen überhaupt kein Problem oder wie?
 
Könnte durchaus interessant sein und ich gehöre auch nicht zu der Fraktion mit generellen Schnüffellei Bedenken (Stichworte: Werbung, NSA usw.), ABER... Nehmen wir mal so an, dass System funktioniert und ist sogar äußerst nützlich. Dann habe ich drei ganz andere Probleme.
1) Im Beispiel ist das mit der Tanzsendung erwähnt und Informationen im Netz suchen, das wird also dann funktionieren wenn ich Bing unter Edge verwende, und wohl auch nur dann. Chrome und Google aber eben wohl nicht. Edge hin oder her, aber es wäre doch nett, wenn ich die Wahl des Browsers selber hätte.
Bei dieser Funktion nur bei Verwendung bestimmter Software, käme auch noch dazu, dass das wahrscheinlich auch nicht mit allen MS Programmen funktionieren wird. Edge->Webseitennotiz->OneNote APP (nicht Office OneNote), Outlook Kontakte, Kalender, Mails usw. UND Windows, naja, geht so. Und ja, ich höre MP3 Musik auch immer noch mit dem MediaPlayer oder mit einer Radio-App.
2) "Musik-Hashwerte" hier hätte selbst ich dann leichte Bedenken, ob diese Hashwerte nicht irgendwie mit online kaufbaren "Musil-Hashwerten" abgeglichen werden könnten. Ich wüsste nämlich nicht, wie ich zulässige Hashwerte in eMule erzeuge. Des weiteren wird das mit der Musik dann wohl ebenfalls auf Groove-Musik hinauslaufen.
3) Ich vermute jetzt mal einfach so, dass die meisten Leute heutzutage meistens Online sind und nicht mehr sehr viel lokal machen. Sind zwar vielleicht nicht alle häufig auf Facebook, sondern auf Youtube, Instagram, Twitter, reddit oder wo man sich sonst so rumtreibt, aber eben doch online. Das System soll gut funktionieren, ohne das zu irgendeiner Form des Datenaustausch von z.B. Windows<->Twitter kommt? Ich habe da so meine Zweifel.
 
Ich weiß jetzt nicht so genau was daran neu sein soll. Big Data ist seit 10 Jahren top Priorität bei allen Herstellern, hier wird also eine zusätzliche Ebene eingezogen an die die Daten geliefert werden. Auch nichts wesentlich anderes als Apps, die nach Hause telefonieren bzw. Daten, die vom Betriebssystem abgegriffen werden, der Unterschied ist lediglich die Übergreifende API mit der andere Apps auf die gleichen Daten zugreifen können. Auch das gibts schon bei Google allerdings nicht direkt im System sondern über die Cloud.

Ich hol mir mal das Popcorn für die nächste Show der Leute, die sich jetzt über Privatsphäre auslassen und dann im nächsten Post darüber jammern, dass App X und Suchmaschine Y nicht die gewünschten (für den User passenden) Suchergebnisse liefert.

Wasch mich aber mach mich nicht nass ...
 
Gruß in das Forum. Zur Sache: Ich lehne das Datensammeln auf Kosten der Nutzer, der MS weitestgehend ausgeliefert ist, rundweg ab. Selbst wenn der Nutzer, so, wie es jetzt mit den Zusatzprogrammen bei WIN 10 möglich ist, die Schnüffelfunktionen abschalten kann, ist das für mich unbefriedigend, denn bei Updates werden sie ja wieder eingeschaltet. Die Erfahrung habe ich kürzlich gemacht.
So wird es dann bei mir auf LINUX hinauslaufen. Jedoch muß ich noch einige Dinge bezüglich des Virenschutzes und der allgemeinen Sicherheit klären, aber danach wird wohl Schluß mit Lustig sein und WIN wird in eine Sandbox gesetzt oder in einer RAM-Disk laufen. Mal sehen.
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