Aus 4 mach 1: Nokia startet mit Milliarden-Übernahme ins neue Jahr
Der finnische Konzern Nokia startet mit dem Abschluss einer großen Übernahme ins neue Jahr. Wie das Unternehmen heute mitteilte, habe man mit dem im letzten Jahr vorgelegten Übernahmeangebot wesentlich mehr Aktionäre des Konkurrenten Alcatel-Lucent als geplant überzeugen können, ihre Anteile abzutreten.
Dadurch konnte sich Nokia jetzt den übergroßen Anteil an den Anteilen sichern und verkünden, dass die Übernahme des Wettbewerbers am 14. Januar auch formell abgeschlossen wird. Der gesamte Deal hat ein finanzielles Volumen in Höhe von 15,6 Milliarden Euro. Mit diesem hat sich Nokia rund 79 Prozent der Alcatel-Lucent-Aktien gesichert.
"Wir werden uns beeilen, den Zusammenschluss der beiden Unternehmen schnell umzusetzen", erklärte Nokia-Chef Rajeev Suri. Für die noch ausstehenden Aktien wird im Zuge dessen ein weiteres Transferfenster geöffnet und im Februar sollen dann die endgültigen Resultate vorliegen.
Die Konzentration des Sektors kam vor gut einem Jahrzehnt richtig in Fahrt. Damals drängte Huawei mit niedrigen Preisen auf den Weltmarkt und konnte schnell auch in den westlichen Industriestaaten Fuß fassen. Das Ergebnis dessen war dann die Fusion von Alcatel und Lucent im Jahr 2006. Bereits kurz darauf schlossen auch Nokia und Siemens ihre Netzwerksparten zusammen, um gegen den wachsenden Konkurrenzdruck bestehen zu können. Aus den ehemals vier bedeutenden Anbietern wird nun also quasi ein verbleibender Konzern.
"Wir werden uns beeilen, den Zusammenschluss der beiden Unternehmen schnell umzusetzen", erklärte Nokia-Chef Rajeev Suri. Für die noch ausstehenden Aktien wird im Zuge dessen ein weiteres Transferfenster geöffnet und im Februar sollen dann die endgültigen Resultate vorliegen.
Anbieter-Vielfalt schrumpft weiter
Damit geht die Konsolidierung des Marktes für Telekommunikations-Equipment einen weiteren großen Schritt voran. So verbleiben nunmehr im Grunde nur noch drei nennenswerte Hersteller der Basis-Technologien, auf deren Grundlage die Kommunikations-Infrastrukturen aufgebaut sind: Neben Nokia sind hier noch Ericsson auch Schweden und der chinesische Konzern Huawei aktiv. Zwar gibt es noch einige kleinere Anbieter, diese spielen aber klar eine untergeordnete Rolle.Die Konzentration des Sektors kam vor gut einem Jahrzehnt richtig in Fahrt. Damals drängte Huawei mit niedrigen Preisen auf den Weltmarkt und konnte schnell auch in den westlichen Industriestaaten Fuß fassen. Das Ergebnis dessen war dann die Fusion von Alcatel und Lucent im Jahr 2006. Bereits kurz darauf schlossen auch Nokia und Siemens ihre Netzwerksparten zusammen, um gegen den wachsenden Konkurrenzdruck bestehen zu können. Aus den ehemals vier bedeutenden Anbietern wird nun also quasi ein verbleibender Konzern.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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