Piraterie-Rückgang: Der "Netflix-Effekt" schlägt wieder einmal zu
"Ich würde ja gerne darauf verzichten, illegal Inhalte herunterzuladen, wenn ich eine Bezahl-Alternative hätte", lautet die wahrscheinlich älteste Verteidigung von Filesharing-Nutzern. Und das ist nicht bloß eine Ausrede, sondern tatsächlich oftmals die Wahrheit. Denn die Online-Videothek Netflix konnte neuerdings unter Beweis stellen, dass sie eine Auswirkung auf die Piraterie-Nutzung hat.
Und in Australien kann man nun ein weiteres Mal den Beweis dafür erbringen, dieses Mal ist der Effekt auch durch Zahlen belegt, wie das Filesharing-Blog TorrentFreak berichtet. Denn in Down Under ist der Streaming-Dienst seit März dieses Jahres verfügbar und bereits nach einem Jahr kann man bei Piraterie einen klaren Rückgang bemerken.
Laut aktuellen Zahlen der australischen Anti-Piraterie-Gruppierung IP Awareness Foundation ist bei einer Umfrage unter den Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 64 Jahren der Anteil an selbsterklärten Piraten von 29 auf 25 Prozent zurückgegangen. Betroffen sind sowohl hartnäckige als auch Zwischendurch-Filesharer.
Die Umfrage sprach Netflix zwar nicht direkt an, als Grund für einen Piraterie-Verzicht gaben die meisten an, dass legale Alternativen der Hauptgrund dafür waren. Und da passt der Netflix-Start in Australien sicherlich gut ins Bild.
Das gab auch die Anti-Piraterie-Gruppierung zu Protokoll, man führte allerdings auch eine Verschärfung der entsprechenden Gesetzgebung als Grund für diese Entwicklung an.
Siehe auch: Piraterie ist wichtiges Marktforschungsinstrument für Netflix und Co.
"Netflix-Effekt"
Diesen "Netflix-Effekt" konnte das Streaming-Unternehmen bereits mehrfach beobachten: Bereits 2013 sagte der Content-Chef Ted Sarandos, dass Provider jedes Mal ein signifikantes Absinken des (illegalen) BitTorrent-Traffics registrieren könnten, wenn man Netflix in einem neuen Land oder einer neuen Region startet.Und in Australien kann man nun ein weiteres Mal den Beweis dafür erbringen, dieses Mal ist der Effekt auch durch Zahlen belegt, wie das Filesharing-Blog TorrentFreak berichtet. Denn in Down Under ist der Streaming-Dienst seit März dieses Jahres verfügbar und bereits nach einem Jahr kann man bei Piraterie einen klaren Rückgang bemerken.
Laut aktuellen Zahlen der australischen Anti-Piraterie-Gruppierung IP Awareness Foundation ist bei einer Umfrage unter den Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 64 Jahren der Anteil an selbsterklärten Piraten von 29 auf 25 Prozent zurückgegangen. Betroffen sind sowohl hartnäckige als auch Zwischendurch-Filesharer.
Die Umfrage sprach Netflix zwar nicht direkt an, als Grund für einen Piraterie-Verzicht gaben die meisten an, dass legale Alternativen der Hauptgrund dafür waren. Und da passt der Netflix-Start in Australien sicherlich gut ins Bild.
Das gab auch die Anti-Piraterie-Gruppierung zu Protokoll, man führte allerdings auch eine Verschärfung der entsprechenden Gesetzgebung als Grund für diese Entwicklung an.
Siehe auch: Piraterie ist wichtiges Marktforschungsinstrument für Netflix und Co.
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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